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Montag, 12. September 2011

Geschichten vom AA - Arbeitsvermittlung

Bevor ich arbeits"suchend" war habe ich immer geglaubt, dass die Arbeitsagentur dazu da sei, Menschen dabei zu helfen eine Arbeit zu finden. Dafür bekommt man einen sogenannten "Vermittler" zugeteilt, der einem beratend zur Seite stehen soll. Da ich so oft gehört hatte, dass man ständig vorzusprechen hat, war ich bei meinem ersten Termin zunächst überrascht, dass er erst in 3 Wochen stattfinden sollte. Und noch mehr war ich überrascht, als ich am 22.August bei meinem Vermittler vorsprach, da dieser nämlich der Meinung war, dass ich gar keinen akademischen Abschluss hätte. Nachdem ich ihm meine Daten (zum 3.Mal in meiner AA-Karriere) erzählt hatte, teilte er mir mit, dass er mir eigentlich gar nicht helfen könne, weil er ja nur Vermittler für nicht-Akademiker sei. Also guckte er kurz in die Datenbank - was ich natürlich zu Hause schon mehrere Male getan hatte - und meinte, dass es da ja gar nichts für mich gäbe, bis auf eine 6-h-Honorarstelle irgendwo im tiefsten Erzgebirge. Dies lehnte ich dankend ab und fragt mich, wieso er eigentlich nicht in der Lage war die 3 Stellen, die ich eingenständig über die Datenbank gefunden hatte, herauszusuchen.
Seit diesem Termin habe ich bereits dreimal eine neue Vermittlerin zugeteilt bekommen, davon jedoch bisher noch keine gesehen. Da man die Termine immer ohne vorherige Absprache schriftlich zugeschickt bekommt und ich kein Mensch bin, der tatenlos zu Hause rumsitzt, musste ich sie immer absagen. Heute morgen rief ich wieder einmal bei der AA an und wollte nun persönlich einen Termin mit meiner neuen Vermittlerin verabreden. Doch diese ist anscheinend so sehr beschäftigt, dass ich den ersten freien Termin am 10.10.2011 bekommen habe - also in einem Monat!
So sieht also die "aktive" Vermittlung und Unterstützung des Arbeitsamtes aus... Herzlichen Dank!

Montag, 5. September 2011

Vegeudete Lebenszeit oder Wie das Arbeitsamt mir mein Leben zur Hölle macht

Montag, 05. September 2011

Ich bin kurz davor meinen ALG-Antrag zurückzuziehen!

Heute Morgen bin ich gegen 10 Uhr Richtung Arbeitsagentur gefahren mit der Absicht einige meiner Unterlagen zum Antrag abzugeben und außerdem mir die Genehmigung einzuholen, ein Praktikum von 5 Tagen machen zu dürfen. Schon allein der Fakt, dass ich mir das genehmigen lassen muss, macht mich wütend. Aber da komme ich wohl nicht drum rum, weil ich am Mittwoch schon beginne und deshalb meinen Vermittlungstermin an diesem Morgen nicht wahrnehmen werden kann.

So treffe ich nach einer halbstündigen Fahrradfahrt durch warmen Nieselregen total verschwitzt ein und stelle mich in eine der langen Reihen im Eingangsbereich, wo meine Mitleidenden mindestens genauso verschwitzt und anscheinend häufig auch ungewaschen um mich herum warten. Das führt dann dazu, dass wir nicht nur wie Schafe zur Scherung aufgereiht und aneinander gedrängt warten, sondern dabei auch noch eine dicke Luft einatmen müssen, die nach Schweiß, Alkohol und billigem Weichspüler riecht.

Ich verbringe etwa hier eine halbe Stunde Wartezeit, die gefühlt mindestens doppelt so lange dauert, da ich zwischen einer dicken Russin und einem etwas zwielichtig aussehenden Mann eingeklemmt bin. Dabei stelle ich mir die Frage, ob an diesem Ort nicht häufig Wertgegenstände abhandenkommen und klammere mich deshalb an meinen Rucksack, den ich vorsichtshalber vom Rücken genommen habe. Als ich nun endlich vor einem der Schalter stehe, sitzt mir eine Beamtin mittleren Alters samt Praktikantin gegenüber und ich reiche ihr meinen Datenschein. Nachdem ich ihr erkläre, dass ich meine ALG II-Unterlagen abgeben will, nimmt sie sie zunächst entgegen und sieht sie durch. Da ich ihr meine BG-Nummer (Nummer der Bedarfsgemeinschaft) nicht nennen kann, weil ich diese nicht mitgeteilt bekommen habe, durchsucht sie mehrere Minuten ihren Computer. Als ich ihr dann erzähle, dass ich auch bei meiner Vermittlerin zwecks Genehmigung meines Praktikums vorsprechen möchte, gibt sie mir kurzerhand die Unterlagen wieder zurück und ich darf - nicht ohne meinen Protest auszudrücken – in einem Warteraum „Abteilung Ost“ Platz nehmen.

Da mir schon klar ist, dass die mir da auch nur die Unterlagen abnehmen, um mich dann zur Vermittlerin zu schicken. Setze ich mich kochend vor Wut für eine weitere dreiviertel Stunde in den Warteraum und sinniere dabei über meine hier verschwendete Lebenszeit. Immer mehr fühle ich mich wie Teil einer Herde, die von Raum zu Raum, statt von Weide zu Weide gescheucht wird. Die Beamten sind natürlich die Schäferhunde und Vater Staat der „gute“ Hirte?!? Ich glaube nicht.

Verzweifelt versuche ich mich mit meinem mitgebrachten Roman abzulenken, wobei mir auffällt, dass fast niemand ein Buch oder einen anderen Zeitvertreib mitgebracht hat. Sind die Menschen hier denn wirklich schon so abgestumpft? Nach zwei Kapiteln kann ich fast nicht mehr. Der Gestank und das ständige Gemurmel der Beamten hinter den Trennwänden machen mich immer wütender. Wieso muss ich mir die Genehmigung dafür holen, ein Praktikum zu machen, dass mich letztendlich qualifizierter macht und zeigt, dass ich nicht nur faul rumsitzen möchte? Warum kann ich mein Leben nicht selbst bestimmen? Warum bringe ich heute zu zweiten Mal einen dicken Stapel Unterlagen, obwohl ich genau weiß, dass sie immer noch nicht vollständig sind und mich frage, ob sie das jemals sein werden? Warum mache ich das hier alles mit? Bin ich denn die Einzige hier, die noch nicht gebrochen ist und das hier alles hinnimmt, ohne Wiederrede?

Als ich nun endlich aufgerufen werde, verbringe ich 3 Minuten am Tisch der Bearbeiterin, der ich die Unterlagen hinterlasse und dafür die bissige Bemerkung ernte: „Aber mehr als die annehmen kann ich jetzt eh nich!“ Sofort bekomme ich eine Zimmernummer mitgeteilt, wo ich mein Praktikumsanliegen vortragen darf.

An diesem Zimmer angelangt, klopfe ich an und trete ein. Eine Frau um die Vierzig sitzt an ihrem Schreibtisch und fragt: „Sind Sie Frau Weismann?“ „Genau“, sage ich und setze mich. Sie bittet mich, ihr zu erklären, was ich eigentlich machen will und warum. Nachdem ich ihr das Schreiben der Praktikumsbetreuerin mit einigen Erklärungen übergeben habe, fragt die Frau in einem plötzlich sehr lehrerhaften und rüden Ton, ob ich denn eigentlich bei dem Praktikum versichert sei. Ich antworte, dass ich es nicht wüsste und sie schaut mich vorwurfsvoll an und meint: „Sie sind sich schon im Klaren darüber, dass sie über uns NICHT versichert sind, wenn sie ein Praktikum machen!“ Ohne auf eine Antwort zu warten, sagt sie, dass ich mich dazu erkundigen soll und genehmigt mir ohne weitere Nachfrage die „Abwesenheit“. Als ich sie darauf hinweise, dass ich ja nun den Termin am Mittwochmorgen nicht wahrnehmen könne, sagt sie, dass ich einen neuen Termin zugeschickt bekäme. Da mir die Gepflogenheit, Termine vorgesetzt zu bekommen gehörig auf den Geist geht, frage ich, ob ich den Termin nicht selbst ausmachen könne, schließlich habe ich ja auch manchmal Pläne. Daraufhin schiebt sie mir einen Zettel mit einer Nummer über den Tisch und meint, dass ich ja hier anrufen könne, wenn ich eine Frage hätte. Damit ist die Audienz beendet und ich verlasse das Amt, vorbei an den Schlangen wartender, stinkender, blökender Schafe. Nach fast zwei Stunden vergeudeter Lebenszeit, bin ich den Tränen nahe und fühle mich zwar nicht gebrochen, doch aber gedemütigt ob der schieren Bürokratie und Unmenschlichkeit, die in diesem Gebäude herrschen.

Donnerstag, 18. August 2011

The Dark Side

Nun, da ich wieder in Deutschland bin und arbeitssuchend, hab ich genügend Zeit auf virtuelle Reisen zu gehn. Hier ein relevantes, aber auch lustiges Video.


Freitag, 3. September 2010

Unterricht

In meinem letzten Post habe ich versprochen ausführlich über meine ersten Unterrichtsstunden zu berichten. Leider war ich am Wochenende dann so geschafft, dass ich mich irgendwie nicht dazu aufraffen konnte dies auch in die Tat umzusetzen und bekam im Laufe dieser Woche dann auch prompt ein paar Mails von besorgten Verwandten und Bekannten, ob denn alles ok bei mir sein - ich hätte ja schon so lange keinen Blogeintrag mehr gemacht. Also - beruhigt euch! - hier ist alles ok. Auch wenn die sogar Tagesschau Wirbelsturmwarnungen für North Carolina angesagt hat. Ich lebe weit von der Küste entfernt und habe davon überhaupt nichts mitbekommen. Hier sind es immer noch über 30°C und nur die stetigen Voraussagen von Anabel und Lorena lassen mich erahnen, dass bald ein "kristallklarer Herbst" anbrechen wird.
Nun also zu meinem Unterricht. Mittlerweile habe ich die ersten Zwei Wochen hinter mich gebracht und auch wenn ich nicht behaupten kann, versagt zu haben, fühlt es sich doch manchmal an, als wäre ich eine "Hochstaplerin". ... as if I were a fraud. Dies liegt aber hauptsächlich an dem merkwürdigen Gefühl, dass
in mir aufkommt, wenn ich anderen Menschen sage, was sie zu tun und zu lassen haben - vor allem, da diese nicht viel jünger sind, als ich und teilweise sogar älter. Es ist auch komisch sich damit auseinandersetzen zu müssen, dass Studenten manche Sachen nicht verstehen, auch wenn man Dinge dreimal erklärt hat. Oder sie Aufgaben nicht erledigen, die man schon 2 Wochen lang fordert. Meine bisherigen Unterrichtserfahrungen sind da ganz anders. Die Arbeit mit Kindern ist selbstverständlich etwas völlig verschiedenes, aber auch der bisherige Unterricht mit Erwachsenen war anders, da es sich immer um Menschen gehandelt hat, die hochmotiviert waren und kamen, weil sie etwas lernen wollten. Hier ist es eher, wie an einer Schule, wo Schüler/students kommen müssen. Die vielleicht wenig oder gar keine Motivation haben (außer eine äußere) eine Fremdsprache zu lernen. Und genau aus diesem Grund muss man Dinge zig mal wiederholen. Aufgaben laut und deutlich und am Besten in schriftlicher Form und dreifacher Ausführung geben. Und... sich über die drei/viel Studenten freuen, die wirklich bei der Sache sind, ohne die anderen zu vergessen.
Aber keine Angst: Spaß macht es mir trotzdem sehr! Denn es ist interessant diese neue Rolle auszuprobieren oder besser anzuprobieren. Genauso, wie sich darüber Gedanken zu machen, welche Inhalte man in welche Verpackung steckt, damit sie auch interessant werden. Die Frage der Methodik bekommt in der Praxis irgendwie doch noch ein ganz anderes Gewicht. Leider bleibt mir bei einem doch sehr vollen Lehrplan nicht viel Zeit für Experimente und manchmal verschätze ich mich in der Zeitaufteilung noch sehr. Aber ich versuche mit allen Mitteln zu wuchern und für jeden Lernertyp etwas zu bieten, damit wir nicht nur stur am Buch kleben bleiben müssen und ich auch etwas über Deutschland erzählen kann.
Auch wenn es jetzt vielleicht nicht so anklang, komme ich doch sehr gut mit den kleinen Herausforderungen zurecht und meistens funktioniert der Unterricht auch so, wie ich mir das vorstelle. Bis jetzt glaube ich auch, dass ich noch keinen Studenten auf der Strecke gelassen habe und alle verstanden haben, dass sie zu mir kommen können oder es einfach sagen können, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Daher kann ich doch auch ziemlich zufrieden sein! :-)
Lustigerweise musste diese Woche schon festgelegt werden, welche Kurse ich nächstes Semester unterrichten werde (nach nicht mal 2 Wochen!). Ich werde 2 versc
hiedene Fortgeschrittenenkurse unterrichten, die "German Culture through Film" heißen.


Hier kann ich jeweils 3 deutsche Filme behandeln, die dann sowohl als sprachliche, als auch kulturelle Diskussionsgrundlage dienen. Ich finde das total spannend! Ich habe während meines Studiums in der Amerikanistik auch mehrere Filmseminare belegt und hoffe, die Studenten hier auch so für die Filme begeistern kann, wie ich es damals war. Komischerweise kenne ich viele der vorgeschlagenen Filme nicht und muss mich jetzt erstmal in die deutsche Filmgeschichte einlesen und eingucken... Das wird bestimmt interessant! - Empfehlungen werden gerne angenommen...

Montag, 23. August 2010

My week

Gerade bin ich von einer ziemlich anstrengenden kleinen Fahrradtour über den Campus wiedergekommen. Der ist so extrem hügelig, dass ich an einigen Stellen echt gerne abgestiegen wäre, wenn da nicht immer irgendwelche Autofahrer in der Nähe gewesen wären, die mich auch so schon komisch anstarrten und ich mir deshalb einfach nicht die Blöße geben wollte. Ich habe wirklich noch nie so sehr geschwitzt! Bedenkt man, dass es wieder über 30° sind, muss man ich mir da aber zugestehen. Nach einer Dusche, einem ausführlichen Abendessen und einem Eisnachtisch fühle ich mich nun dazu bereit, mich hier auch noch ein wenig auszulassen.
Also lasst mich mal erzählen, was ich diese Woche alles erlebt und getan habe. Der Dienstag war reserviert zum Arbeiten, sodass ich am Mittwoch mit Anabel und ihren Kindern, sowie 2 weiteren Kindern in den Zoo fahren konnte. Da der Riverbank Zoo in Columbia liegt, was die Hauptstadt von South Carolina ist, kann ich nun einen weiteren US-Bundesstaat von meiner Liste streichen. ;-) -> Siehe Unten!
Der Zoo war echt interessant, da hier Tiere zu sehen sind, die man bei uns in den Zoos nicht so häufig sieht. Logischerweise findet man hier mehr (süd-)amerikanische Tiere, als afrikanische Tiere, die man bei uns meist in den Zoos hat. Wir konnten sogar Lorikeets - eine krass bunte Vogelart füttern, was echt lustig war. Unangenehm wurde es bei den Schlangen. Nicht, dass ich generell Schlangen eklig fände oder Angst vor ihnen hätte. Nur die Hinweise, dass man einige dieser sehr giftigen Tiere hier in der Wildnis antreffen kann, ließ mich von meinen Wanderplänen etwas zurückschrecken. Ohne Einheimische werde ich hier jedenfalls nicht durch die Berge kraxeln.
Die einzigen Tiere, die mich wirklich erschreckt haben und die ich extrem ekelig finde, waren Kakerlaken. Leider kann man auch die hier antreffen, hoffentlich treffe ich aber so selten, wie möglich welche.
Der Donnerstag und Freitag waren dann wieder für die Vorbereitung meines Unterrichts und Einarbeitung in das Material reserviert. Freitag Abend hatte mich Sylvia gefragt, ob ich mit in Kino käme, was ich natürlich sofort angenommen habe. Wir haben "Eat, Pray, Love" gesehen. Das ist der neue Film mit Julia Roberts nach einem Roman, der hier in den USA ein riesiger Bestseller ist. Ich fand den Film zwar anregend - es ging um eine Frau, die sich scheiden lässt und dann lange mit sich selbst hadert - aber nicht sonderlich tiefgründig. Am eindruckvollsten sind aber die Bilder, die Landschaften, die gezeigt werden. Die Protagonistin mach nämlich eine Art Weltreise und bleibt jeweils für mehrere Monate in Italien, Indien und auf Bali. Bali ist definitiv ein Ort, den ich sehr gerne einmal sehen möchte. Landschaftlich scheint das ein tolles Erlebnis zu sein! Es ist einfach wahnsinnig grün und auch historisch sehr interessant.
Da ich Nachts mit dem Bus hätte zurückfahren müssen, was sicher nicht ganz ungefährlich ist, ließ mich Sylvia bei sich übernachten und nach einem "deutschen" Frühstück in ihrem tollen Wintergarten wurde ich von Anabel und ihrer Tocher Julia abgeholt, da wir beide noch ein paar Hosen für die Uni brauchten. Leider sind die Damenhosen hier sehr merkwürdig geschnitten. Alle gingen mir bis zum Bauchnabel, was ich nicht sehr attraktiv finde. Deshalb verriet mir Anabel, dass sie jahrelang Männerhosen gekauft hat. Nun besitze ich also eine "Guy Levis", die aber echt gut aussieht und
einen besseren Hintern macht als die Damenjeans.
Außerdem besorgten wir noch einen Schreibtischstuhl. Mittlerweile habe ich wirklich keine Lust mehr, Geld auszugeben und hoffe, dass ich nun alles habe (abgesehen von einem Auto?), was ich für mein Leben in Charlotte brauche.
Nun bin ich schon ganz gespannt auf nächste Woche und ziemlich aufgeregt, was mich am Montag so erwartet. Es steht meine zwei ersten Stunde an, jeweils vor Gruppen von mindestens 30 Personen. Ein ausführlicher Bericht folgt selbstverständlich auf den Fuß!

Dienstag, 17. August 2010

Arbeiten?!?

16.08.2010

Ueber den gestrigen Tag gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Den groessten Teil verbrachte ich damit, meine Unterrichtsunterlagen zu sichten und mir zu ueberlegen, wie ich die ersten Stunden gestalten wollte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich nicht wirklich viel Zeit habe und fuer viele Extravaganzen leider keine Zeit bleiben wird. In jeder Gruppe habe ich nur 2h pro Woche von jeweils 75 Minuten. Fuer eine Fremdsprache ist das wirklich wenig. Da diese zwei Gruppen auch noch auf dem gleichen Niveau sind, werde ich meine Energien wahrscheinlich viel in extracurriculare Angebote stecken, wie den German Club.
Ein Hinweis zu meinem Blog kam gestern von meinem Bruder, der mehr Bilder verlangte. Diesem Wunsch wuerde ich gerne nachgehen, jedoch habe ich noch keine Kamera und mein neues Handy konnte ich bisher leider noch nicht auf meinem Computer installieren. Deshalb werde ich versuchen, die naechsten Eintraege wenigstens mit Links zu unterlegen – zur Illustration. Und vielleicht ist eine Kamera dann ja meine naechste grosse Investition.

Montag, 16. August 2010

Almut als Professor

13.08.2010

Am Freitag war ich zum ersten Mal „richtig“ in meinem Büro. Dieses teile ich mit 5 anderen „instructors“, unter anderem meiner Mitbewohnerin Lorena. Da das Semester noch nicht begonnen hat, war ich gestern alleine dort und konnte in aller Ruhe meine Schränke aufräumen. Meine Vorgängerin hat alles Mögliche an Materialien hier gelassen, das Katrin „Moderationsmaterial“ nennen würde. Außerdem konnte ich meine ersten „offiziellen“ Mails als Lehrerin beantworten! Nur, dass diese Mails etwas merkwürdig waren und mir zeigten, dass die Gerüchte über die Unselbstständigkeit der Studenten hier vielleicht doch nicht übertrieben ist. Die erste Mail kam von einer Mutter, die anscheinend den Stundenplan ihres Sohnes zusammenstellt und „Mister Weismann“ um die Möglichkeit bat, diesen doch bitte noch in meinen bereits vollen Kurs aufzunehmen. Etwas amüsiert von dieser Anfrage erinnerte ich mich an Anabels Worte, doch bitte besonders freundlich zu unseren Studenten zu sein, da die Deutschabteilung hier um jeden Studenten kämpfen muss. Also war ich nett und schrieb ihr Söhnchen gleich in meinen Kurs ein. Doch das war nicht alles, denn bald darauf kam eine Mail von einem Studenten, der mir zwar persönlich schrieb, aber dafür noch nichts von irgendwelchen Konventionen beim Schreiben von Mails gehört zu haben scheint. Denn seine Mail enthielt weder eine Grußformel, noch eine Unterschrift oder auch nur einen Hinweis darauf, dass ich nicht seine beste Freundin bin. Aber wer mich kennt, weiß, dass es mir nicht schwer fällt freundlich zu sein und so versuchte ich es mit indirekter Korrektur und schrieb ihm eine angemessene Mail zurück. Nun ja immerhin habe ich heute dann doch noch eine perfekte und äußerst höfliche Mail von einer dritten Person bekommen. Das nehme ich dann mal als gutes Zeichen und gehe davon aus, dass meine Klassen zwar sehr gemischt sein werden, ich aber nicht jedem erst erklären muss, was ein Brief ist, bevor wir einen schreiben können.
Die Überraschung des Tages war ein Schild an meiner Tür, dass die Sprechzeiten von Prof. Almut Weismann ankündigte – fehlt nur noch ein Dr., oder?

Freitag, 13. August 2010

Organic Food

10.08.2010

Gestern hatte ich endlich die Freiheit morgens auszuschlafen, da ich mit Anabel verabredet hatte, einen Tag „frei“ zu machen. Ich stand also erst nach 8 auf, machte in aller Ruhe Frühstück und ging dann daran, meine neuen Möbel zu reinigen und zu füllen. Als ich damit fertig war, rief mich Anabel an und meinte, dass meine Identifikationsnummer schon fertig war und wir also unerwarteter Weise ein paar Wege erledigen könnten. Um niemanden zu langweilen möchte ich nur sagen, dass ich etwa 30 Blätter Formulare ausfüllte und den ganzen Tag irgendwelche Fragen zu meiner Person beantwortete. Eigentlich waren es sogar immer wieder die gleichen. Resultat ist, dass ich nun eine brandneue Unikarte habe (Go 49ers!), ich offiziell an der UNCC angestellt bin, meine SocialSecurityNumber beantragt ist, ich ein Bankkonto eröffnet habe und eine Telefonkarte besitze, um billig nach Deutschland anzurufen!
Nachdem alle diese Dinge erledigt waren, was ca. 5 Stunden dauerte, setzte mich Anabel an einem Coffeshop ab, in dem Lorena wartete und wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach einem Router für unseren Internetanschluss und gingen Lebensmittel einkaufen. Letzteres taten wir in einem tollen Supermarkt, der sich auf Biolebensmittel spezialisiert hat und vor allem „whole food“ anbietet – "Trader Joe‘s". Das heisst, ich habe dort Brot gefunden, dass sich nicht auf Würfelgröße zusammenpressen lässt sowie Vollkornreis und frisches Biogemüse und –obst und ein riesiges Angebot an Käse usw. Das alles war wohl ein wenig teurer, als in anderen Supermärkten, aber dennoch erschwinglich. Gerade die Preise für Obst und Gemüse haben mich positiv überrascht. Lorena meint, dass dies natürlich auch mit dem Bundesstaat zu tun hat, d.h. dass es in New York definitiv teurer ist, gerade was frische Lebensmittel angeht und es natürlich auch wichtig ist, dass es in Charlotte eine Gruppe Menschen gibt, die sich für gesunde und nachhaltige Ernährung interessieren. Was ich außerdem lustig fand, ist dass man bei Trader Joe’s seine eigenen Beutel mitbringen kann und dann dafür an einer Gutscheinverlosung teilnimmt. Dies soll die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie der Natur nichts Gutes tun, wenn sie alles in Tausende von Plastetüten verpacken lassen, wie es hier überall üblich ist.
Alles in allem bin ich doch überrascht, wie sich das Land verändert hat, seit ich das letzte Mal hier war, denn auch Recycling scheint in aller Munde zu sein. Sicherlich leben nicht alle Menschen in den USA diesen Trend mit, aber ich denke trotzdem, dass sich ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit entwickelt hat. Und das macht es viel angenehmer hier zu leben, weil man kein riesiges Negativkonto anhäufen muss, um sich zu ernähren. Leider ist den Amis aber noch nicht bewusst geworden, dass man auch bei 28°C Innentemperatur oder mehr überleben kann, im Gegensatz zu 22°C. Meine Mitbewohnerin ist dabei Gott-sei-Dank eine löbliche Ausnahme. Ansonsten friere ich hier regelmäßig und renne daher trotz an die 40°C Außentemperatur meist mit langer Hose herum, schließlich hält man sich sowieso die meiste Zeit in den Gebäuden auf.

Sightseeing

09.08.2010

Nach einer wieder ziemlich kurzen Nacht, holte mich Anabel um neun bei mir zu Hause ab und wir gingen gemeinsam in die Uni, um dort ein paar Unterlagen zusammenzustellen, damit ich sobald wie möglich angestellt sein würde. Um 10 verließen wir dann die Uni und holten einen neuen Kollegen ihres Mannes samt seiner Frau ab, da uns Anabel die Stadt zeigen wollte. Zunächst ging es aber zu einem kleinen Haus, dass die beiden eventuell mieten wollten und während sie sich umschauten unterhielt ich mich mit dem Sohn der Besitzerin, welcher nebenbei Geschichte an der UNCC unterrichtet und hier im nächsten Semester ein Seminar über Religionen in der amerikanischen Kultur geben würde, was ich natürlich extrem spannend fand. Ich habe natürlich vor ein paar Kurse nebenbei zu besuchen und muss mich unbedingt einmal umschauen, was es so gibt.
Die Tour selbst führte uns dann durch verschiedene Teile Charlottes, welches eine sehr schöne Stadt ist und endete in Anabels Haus, wo wir das selbstgebraute Bier ihres Mannes probieren durften und aus dem ich mit einem Stapel Bücher herausging. Ich hatte Anabel erzählt, dass ich gerade ein paar amerikanische Bücher aus dem 19.Jahrhundert lese und dies auch eines meiner Schwerpunktthemen im Studium war. Offensichtlich war die Literatur des 19.Jahrhunderts Thema ihrer Abschlussarbeit. Auf diese Art und Weise, habe ich nun jedenfalls ein paar Bücher, die ich in mein neues Regal stellen kann.
Zu Hause angekommen, war ich wieder total k.o. Rappelte mich aber nach dem Essen nochmal auf, um Joggen zu gehen. Ich hatte mich nämlich daran erinnert, dass das beste Mittel gegen Jetlag Bewegung an der frischen Luft im Tageslicht ist. Außerdem beängstigten mich ein wenig die Massen an übergewichtigen Menschen, die einem hier jeden Tag über den Weg laufen. Schliesslich will ich ja nicht irgendwann auch so aussehen! ;-)

Mittwoch, 11. August 2010

Tag 1: Abgefahren - Angekommen

06.08.2010
Abgefahren - Angekommen

Nachdem ich mich in den letzten 2 Wochen von so vielen lieben Menschen, wie möglich verabschiedet habe, ging es nun gestern tatsächlich los. Nach dem letzten und schwersten „Goodbye“ von allen und einem schrecklich langen Flug von 10 Stunden, stieg ich in Charlotte aus dem Flieger und freute mich, mir nun endlich die Beine vertreten zu können. Aber Pustekuchen! Denn als erstes musste ich mich, zusammen mit ungefähr 400 anderen Ankommenden in die Schlange vor der Einreisekontrolle stellen. Doch nach ungefähr anderthalb weiteren Stunden, war auch ich endlich dran, ließ mir noch einmal meine Fingerabdrücke abnehmen und mich fotografieren, und holte mein Gepäck, was nun schon ungeduldig auf mich wartete. Ich freute mich sehr, am Gate dann nicht nur meine neue Mitbewohnerin zu sehen, sondern auch eine Kollegin, die mich beide mit strahlenden Gesichtern in Empfang nahmen.
Da es in Deutschland mittlerweile ein Uhr nachts gewesen wäre, war ich natürlich entsprechend müde, was meinen Magen aber nicht davon abhielt nach Nahrung zu verlangen und mein Körper nach einer Dusche. Also fuhr ich mit Lorena, meiner kolumbianischen Mitbewohnerin, erst mal bei einem kleinen Restaurant namens Panera Bread vorbei und wir gönnten uns eine leckere Suppe und kühles, sehr wohl tuendes Wasser. Wie in den USA üblich war auch das Restaurant klimatisiert, was wirklich sehr angenehm war. Hier sind es zurzeit fast 100°F und dabei sehr feucht, was die Hitze sehr unangenehm macht. Trotzdem bin ich seit meiner Ankunft, noch kaum ins Schwitzen geraten, weil es wo auch immer man hingeht immer klimatisiert ist. Nach unserer kleinen Pause mussten wir noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, damit ich für die nächsten Tage wenigstens ein paar grundlegende Nahrungsmittel zur Verfügung haben werde. Außerdem musste für mein Bad noch ein Duschvorhang her, sowie für die Küche ein Wasserfilter, um nicht in allen Getränken das Chlor zu schmecken, das die Amis ihrem Leitungswasser zusetzen.
Nun endlich ging es in die Wohnung, die nun für 10 Monate mein Zuhause sein wird. Wie ich schon on Google Earth gesehen hatte, liegt das Wohnhaus in einer kleinen Siedlung von zweistöckigen Gebäuden ganz in der Nähe des Campus. Hier wohnen in der Mehrzahl Studenten in Wohnungen wie unserer. Diese hat zwei Schlafzimmer und zwei Badezimmer sowie eine Art Wohnküche, die sehr großzügig ist. Mein Bad hat eine angenehme Größe und auch mein Zimmer ist genau richtig. In der ganzen Wohnung liegt sehr schönes (nicht Echt-)Holzparkett, was sehr praktisch ist da sowohl Lorena, als auch ich lange dunkle Haare haben. Was das für die Reinhaltung von Teppichen bedeutet, kann man sich sicherlich vorstellen. Auch wenn in der Wohnung außer Kisten und Gepäckstücken noch nicht viel steht, habe ich einen guten Eindruck. Lorena scheint sehr nett zu sein und meine Kollegin ebenfalls.
Meine erste Nacht konnte ich auf einer aufblasbaren Matratze verbringen, die eine andere Kollegin netterweise für mich besorgt hat, zusammen mit ein paar weiteren notwendigen Dingen, wie Geschirr und Lampen. Obwohl ich nach deutscher Zeit um halb fünf ins Bett ging, konnte ich leider nicht länger als 7 Stunden schlafen und sitze nun seit fünf Uhr lokaler Zeit hier und wundere mich, dass es draußen immer noch nicht heller zu werden scheint. Trotzdem finde ich, dass es Zeit für ein Frühstück wird und danach vielleicht für einen kleinen Spaziergang…

Donnerstag, 8. Juli 2010

Ankündigung

Dies ist die Ankündigung, dass ich gerade dabei bin, meinen Blog wiederzubeleben. Also eigentlich bin ich dabei - zu planen - meinen Blog wiederzubeleben. ;-)
Anlass ist meine - hoffentlich - baldige Ausreise in die USA, wo ich mich fast ein Jahr lang in Charlotte (North Carolina) niederlassen werde. Leider muss ich immer noch ein - hoffentlich - in diesen Satz einschieben, wei
l ich immer noch kein Visum habe. Der Besuch auf dem Konsulat in Berlin lässt noch mehr als zwei Wochen auf sich warten. Die Zeit bis dahin, wird aber gut ausgefüllt sein. Nicht mit Packen - wo denkst du hin? - Nein, die Abschlussprüfungen stehen an. Endlich! In 2 Wochen, werde ich sowohl eine schriftliche Didaktikprüfung als auch eine mündliche Linguistikprüfung hinter mich gebracht haben und endlich mein Auslandsjahr durchplanen können. Bevor ich mich nun wieder hinter den Schreibtisch klemme, noch schnell zum Zweck meiner Reise: Ich werde endlich all mein angestautes (Fakten-)Wissen zur deutschen Sprache und Kultur und Prozesswissen: "wie-man-das-Ganze-an-mehr-oder-weniger-interessierte-Menschen-weitergibt" anwenden können, da ich an der UNCC (University of North Carolina at Charlotte) Deutsch unterrichten und ein wenig kulturelle Vermittlungsarbeit leisten werde. (Whatever that is???)
Also: "Die neuen Abenteuer der Almut" - Demnächst auf Ihrem Computer! :-P

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die letzten Seiten

Hier kommt einer der letzten Einträge zu meiner Magisterarbeit. Heute werde ich mit meinem letzten Kapitel fertig und muss morgen nur noch die Einleitung und den Schluss schreiben. Zur Zeit bin ich bei unglaublichen 105 Seiten. Unglaublich auch, weil ich gerade die 10 Seiten Facharbeit meines Patenkindes Korrekturlese. Sie ist gerade 10. Klasse und ich erinnere mich daran, wie ich in der 11. auch so eine Arbeit geschrieben habe und was für eine RIESIGE Herausforderung damals diese 10 oder 12 Seiten waren. Da sieht man wieder mal, wie man sich doch entwickelt und ich bin echt erstaunt, mit welchen Begriffen und Konzepten die Zehntklässsler heute schon rumjonglieren. Wenn ich das nächste Mal in der Heimat bin, muss ich mir auch unbedingt mal meine Arbeit zu Gemüte führen und sehen, ob die auch so von Fachtermini gespickt war! ;-)

Mittwoch, 27. Januar 2010

Lauter Endlichs...

Endlich kann ich wieder auf meinen Blog zugreifen!

Nachdem ich mich tagelang mit google rumgeschlagen habe, habe ich endlich die Information bekommen, die ich gebraucht habe! Jedesmal, wenn ich versucht habe mich einzuloggen, wurde mir eine Fehlermeldung angezeigt oder es ist gar nix passiert und die Seite hat sich aktualisiert. Und erst nach dem ich mich mehrmals durch den "Hilfedjungel" bei google geschlagen habe, fand ich die Antwort auf meine Frage: WAS soll ich tun??? - Versuchen Sie die Cookies zu löschen.

Ey - Daaaa!

Endlich hab ich meine Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen!!!

Abgeschickt hab ich die Bewerbung Ende November und während alle anderen (die sich auch auf so eine Stelle beworben haben) schon seit ein paar Wochen Zusagen bekommen haben, saß ich immer noch zu Hause und bereitete mich auf etwas vor, dass vielleicht gar nicht kommen würde - das Auswahlgespräch. Aber nun geht es doch los und ich darf endlich berechtigter Weise nervös werden. ;-)

Achso - endlich haben wir wieder Steptanzauftritt. Und zwar heute abend beim Tanzfest der Uni Leipzig im Anker! Diesmal mit unserer bisher besten Choreografie, wir tanzen zu Merci!

Montag, 11. Januar 2010

Yeah, Yeah, Yeah!

Das 1.Kapitel ist fertig!!!

26 Seiten in einer Woche - wer da nicht neidisch wird! ;-)

Ich hoffe nur, dass die Qualität auch angemessen ist...

Hier eine meiner tollen selbst entwickelten Grafiken des Leseprozesses - wen es interessiert. :-P

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Einblicke in die WG

Bei uns ist der Backwahn ausgebrochen!


Der Abwaschwahn lässt noch leider zu wünschen übrig...


Beides betrifft übrigens alle BewohnerInnen. - Nur damit verehrte LeserInnen nicht auf falsche Ideen kommen! :-P

Dienstag, 12. Mai 2009

Busy Monday...

Montags ist in diesem Jahr der anstrengenste Tag überhaupt. Zunächst muss ich ziemlich früh aufsteh, damit ich den 8 Uhr Zug von Zwickau nach Leipzig bekomme. Hier angekommen packe ich schnell meine Sachen für den Englischunterricht (was ziemlich viel ist) und setze mich dann auf mein Fahrrad, um spätestens halb zwölf an der 120.Grundschule zu sein. Hier habe ich dann eine Stunde in der 1. Klasse und eine in der 2. Das klingt zwar ganz nett, ist es auch, aber was es auf keine Fall ist: entspannend! Im Gegenteil, 7-10 Kinder, die nach einem langen Schultag mehr spielen und springen, als etwas lernen wollen, sind ziemlich anstrangend! ;-) Aber alles in allem gelingt mir der Spagat ganz gut und wir haben viel Spaß miteinander. Wenn ich dann gegen 14 Uhr aus der Schule komme, schwinge ich mich wieder auf meinen Drahtesel und radle gen Markkleeberg, von wo aus die Reise mit der Bahn weitergeht und zwar nach Lobstädt. Hir erwarten mich dann nochmal zwei Stunden Unterricht - diesmal Blockflöte. Da es sich hierbei um Einzelunterricht handelt, ist das auch nicht ganz so anstrengend, wie mit 10 hüpfenden Zwergen. Gegen 18 Uhr setze ich mich dann wieder in die S-Bahn, fahre in die WG und esse zu Abend. Doch auch dann ist mein Tag noch nicht zu Ende, denn ironischer Weise habe ich am Abend um 21 Uhr noch einen Stressmanagementkurs - da frage man sich nur - Warum? ;-?


Die gute Seite des Ganzen ist: Ich bin gestern 23,88km Fahrrad gefahren. Und das nur so nebenbei!

Dienstag, 23. September 2008

"Aaaaah!!! Mir läuft die Zeit davon!" vs. Freuden des Alltags

Kennt ihr das? Ich habe meinen Schreibtisch voll mit Sachen, die zu erledigen sind, den Kopf noch voller mit Aufgaben und eigentlich auf nichts von alledem Lust. Und obwohl ich mich nun überwinde und eine Sache nach der anderen angehe (wenn auch sicherlich nicht in einer logischen Reihenfolge, weil das mit dem innerlichen Sortieren einfach grad nicht klappt), hab ich das Gefühl, dass mir die Zeit davon läuft.











Ich schaue auf den Kalender und denke "Sch..., der September ist ja schon fast vorbei! Was ist aus den gemütlichen Semesteferien mit viiieeel Zeit zum Lesen geworden?" Da liegen noch 1 1/2 Hausarbeiten vor mir und ein neuer Job, neue Schüler, die jede Woche was neues lernen wollen (leider schaffe ich es nicht mehr eine Stundenvorbereitung innerhalb einer halben Stunde abzuschließen - blöde Didaktik!) und dann sind Rechnungen zu sortieren und Spanisch zu lernen (in knapp 3 Monaten hab ich Prüfung!) und und und
Und dann die kleinen Freuden des Alltags: Webseiten mit netten kleinen Spielchen, Paps - der Retter aus finanzieller Not, eine Postkarte mit dem kleinen Maulwurf drauf, im-Kopf-herum-schwirrende Lieder, Blogs mit Hochzeitsbildern und die erste asphaltierte Straße in Wisemansheim!
 
XStat