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Freitag, 3. September 2010

Unterricht

In meinem letzten Post habe ich versprochen ausführlich über meine ersten Unterrichtsstunden zu berichten. Leider war ich am Wochenende dann so geschafft, dass ich mich irgendwie nicht dazu aufraffen konnte dies auch in die Tat umzusetzen und bekam im Laufe dieser Woche dann auch prompt ein paar Mails von besorgten Verwandten und Bekannten, ob denn alles ok bei mir sein - ich hätte ja schon so lange keinen Blogeintrag mehr gemacht. Also - beruhigt euch! - hier ist alles ok. Auch wenn die sogar Tagesschau Wirbelsturmwarnungen für North Carolina angesagt hat. Ich lebe weit von der Küste entfernt und habe davon überhaupt nichts mitbekommen. Hier sind es immer noch über 30°C und nur die stetigen Voraussagen von Anabel und Lorena lassen mich erahnen, dass bald ein "kristallklarer Herbst" anbrechen wird.
Nun also zu meinem Unterricht. Mittlerweile habe ich die ersten Zwei Wochen hinter mich gebracht und auch wenn ich nicht behaupten kann, versagt zu haben, fühlt es sich doch manchmal an, als wäre ich eine "Hochstaplerin". ... as if I were a fraud. Dies liegt aber hauptsächlich an dem merkwürdigen Gefühl, dass
in mir aufkommt, wenn ich anderen Menschen sage, was sie zu tun und zu lassen haben - vor allem, da diese nicht viel jünger sind, als ich und teilweise sogar älter. Es ist auch komisch sich damit auseinandersetzen zu müssen, dass Studenten manche Sachen nicht verstehen, auch wenn man Dinge dreimal erklärt hat. Oder sie Aufgaben nicht erledigen, die man schon 2 Wochen lang fordert. Meine bisherigen Unterrichtserfahrungen sind da ganz anders. Die Arbeit mit Kindern ist selbstverständlich etwas völlig verschiedenes, aber auch der bisherige Unterricht mit Erwachsenen war anders, da es sich immer um Menschen gehandelt hat, die hochmotiviert waren und kamen, weil sie etwas lernen wollten. Hier ist es eher, wie an einer Schule, wo Schüler/students kommen müssen. Die vielleicht wenig oder gar keine Motivation haben (außer eine äußere) eine Fremdsprache zu lernen. Und genau aus diesem Grund muss man Dinge zig mal wiederholen. Aufgaben laut und deutlich und am Besten in schriftlicher Form und dreifacher Ausführung geben. Und... sich über die drei/viel Studenten freuen, die wirklich bei der Sache sind, ohne die anderen zu vergessen.
Aber keine Angst: Spaß macht es mir trotzdem sehr! Denn es ist interessant diese neue Rolle auszuprobieren oder besser anzuprobieren. Genauso, wie sich darüber Gedanken zu machen, welche Inhalte man in welche Verpackung steckt, damit sie auch interessant werden. Die Frage der Methodik bekommt in der Praxis irgendwie doch noch ein ganz anderes Gewicht. Leider bleibt mir bei einem doch sehr vollen Lehrplan nicht viel Zeit für Experimente und manchmal verschätze ich mich in der Zeitaufteilung noch sehr. Aber ich versuche mit allen Mitteln zu wuchern und für jeden Lernertyp etwas zu bieten, damit wir nicht nur stur am Buch kleben bleiben müssen und ich auch etwas über Deutschland erzählen kann.
Auch wenn es jetzt vielleicht nicht so anklang, komme ich doch sehr gut mit den kleinen Herausforderungen zurecht und meistens funktioniert der Unterricht auch so, wie ich mir das vorstelle. Bis jetzt glaube ich auch, dass ich noch keinen Studenten auf der Strecke gelassen habe und alle verstanden haben, dass sie zu mir kommen können oder es einfach sagen können, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Daher kann ich doch auch ziemlich zufrieden sein! :-)
Lustigerweise musste diese Woche schon festgelegt werden, welche Kurse ich nächstes Semester unterrichten werde (nach nicht mal 2 Wochen!). Ich werde 2 versc
hiedene Fortgeschrittenenkurse unterrichten, die "German Culture through Film" heißen.


Hier kann ich jeweils 3 deutsche Filme behandeln, die dann sowohl als sprachliche, als auch kulturelle Diskussionsgrundlage dienen. Ich finde das total spannend! Ich habe während meines Studiums in der Amerikanistik auch mehrere Filmseminare belegt und hoffe, die Studenten hier auch so für die Filme begeistern kann, wie ich es damals war. Komischerweise kenne ich viele der vorgeschlagenen Filme nicht und muss mich jetzt erstmal in die deutsche Filmgeschichte einlesen und eingucken... Das wird bestimmt interessant! - Empfehlungen werden gerne angenommen...

Sonntag, 15. August 2010

Becoming Real

11.08.2010

Seit 2 Tagen bin ich nun eine „real person“, wie Anabel sagt, was im Prinzip so viel bedeutet wie: ich habe eine Nummer. Dabei stimmt das noch nicht einmal richtig, da ich noch etwa 2 Wochen auf meine Social Security Number warten muss. Aber wenn ich die einmal habe, dann kann ich mir auch eine North Carolina ID holen und muss mich nicht immer mit meinem Pass ausweisen. An der Uni bin ich also schon echt, der Rest der Welt muss noch auf mich warten!
Das Ausfüllen der vielen Stapel an Unterlagen hat also Wirkung gezeigt. Ich habe jetzt eine offizielle E-Mail-Adresse, konnte mir bereits die Liste meiner Studenten ansehen und mit meiner Unikarte das Mittagessen bezahlen. Wo ich gerade einmal dabei bin – Lunch habe ich gestern mit Anabel und Paul, einem weiteren Kollegen der Deutschabteilung gegessen, sowie mit Robert, dem Head. Das machte dann eine sehr illustre Runde und ein amüsantes Essen.
Am Nachmittag stand dann noch einmal ein wenig Shopping an, denn mir fehlte ja noch ein Bett. Anabel hatte bei Target ein Fouton, also ein Sofabett gesehen, was ich mir ansehen sollte. Nach einer großen Auspackaktion, die mir ein wenig unangenehm war, fanden wir dann auch das richtige. Während ich also alles wieder „typisch deutsch“ in die Verpackungen verstaute, fuhr Anabel das Auto vor und mit Hilfe der Angestellten bugsierten wir das Teil in ihren Van. Danach ging es noch ein letztes Mal zu Walmart, um dort eine Matratze aus Memory Foam zu kaufen, die den Fouton noch bequemer machen soll.
Am Abend baute ich das Gerät dann auf und nun sitzt es in unserem Wohnzimmer, da sich die Matratze noch ausreichend entfalten muss. Heute Abend kann ich dann zum ersten Mal auf meinem endgültigen Bett schlafen und freue mich schon sehr darauf.
Meine letzte Aktion gestern war eine kleine Fahrradtour, um zu sehen, wie ich am besten zum nächsten Supermarkt komme. Nach ein paar Fehlversuchen, die nichtungefährlich waren, da Fahrradfahrer hier nicht für voll genommen werden, fand ich schließlich eine Strecke, die ziemlich einfach ist. In etwa 10 Minuten kann ich von hier zum Einkaufszentrum kommen, wo auch ein Fahrradladen!!! ist, sowie andere kleine Restaurants, Cafés, eine Drogerie und ein paar andere kleine Läden.

Freitag, 13. August 2010

Organic Food

10.08.2010

Gestern hatte ich endlich die Freiheit morgens auszuschlafen, da ich mit Anabel verabredet hatte, einen Tag „frei“ zu machen. Ich stand also erst nach 8 auf, machte in aller Ruhe Frühstück und ging dann daran, meine neuen Möbel zu reinigen und zu füllen. Als ich damit fertig war, rief mich Anabel an und meinte, dass meine Identifikationsnummer schon fertig war und wir also unerwarteter Weise ein paar Wege erledigen könnten. Um niemanden zu langweilen möchte ich nur sagen, dass ich etwa 30 Blätter Formulare ausfüllte und den ganzen Tag irgendwelche Fragen zu meiner Person beantwortete. Eigentlich waren es sogar immer wieder die gleichen. Resultat ist, dass ich nun eine brandneue Unikarte habe (Go 49ers!), ich offiziell an der UNCC angestellt bin, meine SocialSecurityNumber beantragt ist, ich ein Bankkonto eröffnet habe und eine Telefonkarte besitze, um billig nach Deutschland anzurufen!
Nachdem alle diese Dinge erledigt waren, was ca. 5 Stunden dauerte, setzte mich Anabel an einem Coffeshop ab, in dem Lorena wartete und wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach einem Router für unseren Internetanschluss und gingen Lebensmittel einkaufen. Letzteres taten wir in einem tollen Supermarkt, der sich auf Biolebensmittel spezialisiert hat und vor allem „whole food“ anbietet – "Trader Joe‘s". Das heisst, ich habe dort Brot gefunden, dass sich nicht auf Würfelgröße zusammenpressen lässt sowie Vollkornreis und frisches Biogemüse und –obst und ein riesiges Angebot an Käse usw. Das alles war wohl ein wenig teurer, als in anderen Supermärkten, aber dennoch erschwinglich. Gerade die Preise für Obst und Gemüse haben mich positiv überrascht. Lorena meint, dass dies natürlich auch mit dem Bundesstaat zu tun hat, d.h. dass es in New York definitiv teurer ist, gerade was frische Lebensmittel angeht und es natürlich auch wichtig ist, dass es in Charlotte eine Gruppe Menschen gibt, die sich für gesunde und nachhaltige Ernährung interessieren. Was ich außerdem lustig fand, ist dass man bei Trader Joe’s seine eigenen Beutel mitbringen kann und dann dafür an einer Gutscheinverlosung teilnimmt. Dies soll die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie der Natur nichts Gutes tun, wenn sie alles in Tausende von Plastetüten verpacken lassen, wie es hier überall üblich ist.
Alles in allem bin ich doch überrascht, wie sich das Land verändert hat, seit ich das letzte Mal hier war, denn auch Recycling scheint in aller Munde zu sein. Sicherlich leben nicht alle Menschen in den USA diesen Trend mit, aber ich denke trotzdem, dass sich ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit entwickelt hat. Und das macht es viel angenehmer hier zu leben, weil man kein riesiges Negativkonto anhäufen muss, um sich zu ernähren. Leider ist den Amis aber noch nicht bewusst geworden, dass man auch bei 28°C Innentemperatur oder mehr überleben kann, im Gegensatz zu 22°C. Meine Mitbewohnerin ist dabei Gott-sei-Dank eine löbliche Ausnahme. Ansonsten friere ich hier regelmäßig und renne daher trotz an die 40°C Außentemperatur meist mit langer Hose herum, schließlich hält man sich sowieso die meiste Zeit in den Gebäuden auf.

Sightseeing

09.08.2010

Nach einer wieder ziemlich kurzen Nacht, holte mich Anabel um neun bei mir zu Hause ab und wir gingen gemeinsam in die Uni, um dort ein paar Unterlagen zusammenzustellen, damit ich sobald wie möglich angestellt sein würde. Um 10 verließen wir dann die Uni und holten einen neuen Kollegen ihres Mannes samt seiner Frau ab, da uns Anabel die Stadt zeigen wollte. Zunächst ging es aber zu einem kleinen Haus, dass die beiden eventuell mieten wollten und während sie sich umschauten unterhielt ich mich mit dem Sohn der Besitzerin, welcher nebenbei Geschichte an der UNCC unterrichtet und hier im nächsten Semester ein Seminar über Religionen in der amerikanischen Kultur geben würde, was ich natürlich extrem spannend fand. Ich habe natürlich vor ein paar Kurse nebenbei zu besuchen und muss mich unbedingt einmal umschauen, was es so gibt.
Die Tour selbst führte uns dann durch verschiedene Teile Charlottes, welches eine sehr schöne Stadt ist und endete in Anabels Haus, wo wir das selbstgebraute Bier ihres Mannes probieren durften und aus dem ich mit einem Stapel Bücher herausging. Ich hatte Anabel erzählt, dass ich gerade ein paar amerikanische Bücher aus dem 19.Jahrhundert lese und dies auch eines meiner Schwerpunktthemen im Studium war. Offensichtlich war die Literatur des 19.Jahrhunderts Thema ihrer Abschlussarbeit. Auf diese Art und Weise, habe ich nun jedenfalls ein paar Bücher, die ich in mein neues Regal stellen kann.
Zu Hause angekommen, war ich wieder total k.o. Rappelte mich aber nach dem Essen nochmal auf, um Joggen zu gehen. Ich hatte mich nämlich daran erinnert, dass das beste Mittel gegen Jetlag Bewegung an der frischen Luft im Tageslicht ist. Außerdem beängstigten mich ein wenig die Massen an übergewichtigen Menschen, die einem hier jeden Tag über den Weg laufen. Schliesslich will ich ja nicht irgendwann auch so aussehen! ;-)

Der Möbeltag

08.08.2010

Gestern war ein wahnsinnig anstrengender Tag. Anabel, meine Kollegin und Betreuerin hatte gesagt, dass sie gegen 11 Uhr in unserem Apartment sein würde. Also hatte ich nach dem Aufstehen noch genügend Zeit, um meine Einkäufe vom Vortag zu verstauen und mein Bad einzurichten.
Anabel stellte sich als eine sehr quirlige Frau heraus, die nichts liegen lässt, sodass ich am Ende des Tages ein fast vollständig eingerichtetes Zimmer hatte (Kommode, Regal, Nachttischchen, Lautsprecher), in unserem Wohnzimmer ein Sofa und Tisch stand und die Küche mit einem weiteren Regal und einem Wasserkocher ausgerüstet war. Außerdem schafften wir es, dass ich nach etwa zwei Stunden im Handyladen endlich einen Vertrag und ein Telefon hatte. Kein Wunder, dass ich nach fünf Stunden Erledigungen vollkommen geschafft war und mich Anabel nach Hause fuhr, damit ich mich ausruhen konnte, bevor Freunde von ihr die Wohnzimmermöbel bringen würden. Nachdem auch das geschafft war, fiel ich auch bald wieder ins Bett und schaffte es doch wirklich 9 Stunden zu schlafen.
Leider habe ich jedoch noch keine bezahlbare Möglichkeit nach Deutschland anzurufen, da wir immer noch kein Internet haben und ich daher auch keinen Prepaid-Service für Deutschlandgespräche kaufen konnte. Netterweise ließ mich Anabel aber ihr Handy benutzen, um einen (gefühlt) längst überfälligen Anruf zu machen.

Mittwoch, 11. August 2010

Tag 1: Abgefahren - Angekommen

06.08.2010
Abgefahren - Angekommen

Nachdem ich mich in den letzten 2 Wochen von so vielen lieben Menschen, wie möglich verabschiedet habe, ging es nun gestern tatsächlich los. Nach dem letzten und schwersten „Goodbye“ von allen und einem schrecklich langen Flug von 10 Stunden, stieg ich in Charlotte aus dem Flieger und freute mich, mir nun endlich die Beine vertreten zu können. Aber Pustekuchen! Denn als erstes musste ich mich, zusammen mit ungefähr 400 anderen Ankommenden in die Schlange vor der Einreisekontrolle stellen. Doch nach ungefähr anderthalb weiteren Stunden, war auch ich endlich dran, ließ mir noch einmal meine Fingerabdrücke abnehmen und mich fotografieren, und holte mein Gepäck, was nun schon ungeduldig auf mich wartete. Ich freute mich sehr, am Gate dann nicht nur meine neue Mitbewohnerin zu sehen, sondern auch eine Kollegin, die mich beide mit strahlenden Gesichtern in Empfang nahmen.
Da es in Deutschland mittlerweile ein Uhr nachts gewesen wäre, war ich natürlich entsprechend müde, was meinen Magen aber nicht davon abhielt nach Nahrung zu verlangen und mein Körper nach einer Dusche. Also fuhr ich mit Lorena, meiner kolumbianischen Mitbewohnerin, erst mal bei einem kleinen Restaurant namens Panera Bread vorbei und wir gönnten uns eine leckere Suppe und kühles, sehr wohl tuendes Wasser. Wie in den USA üblich war auch das Restaurant klimatisiert, was wirklich sehr angenehm war. Hier sind es zurzeit fast 100°F und dabei sehr feucht, was die Hitze sehr unangenehm macht. Trotzdem bin ich seit meiner Ankunft, noch kaum ins Schwitzen geraten, weil es wo auch immer man hingeht immer klimatisiert ist. Nach unserer kleinen Pause mussten wir noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, damit ich für die nächsten Tage wenigstens ein paar grundlegende Nahrungsmittel zur Verfügung haben werde. Außerdem musste für mein Bad noch ein Duschvorhang her, sowie für die Küche ein Wasserfilter, um nicht in allen Getränken das Chlor zu schmecken, das die Amis ihrem Leitungswasser zusetzen.
Nun endlich ging es in die Wohnung, die nun für 10 Monate mein Zuhause sein wird. Wie ich schon on Google Earth gesehen hatte, liegt das Wohnhaus in einer kleinen Siedlung von zweistöckigen Gebäuden ganz in der Nähe des Campus. Hier wohnen in der Mehrzahl Studenten in Wohnungen wie unserer. Diese hat zwei Schlafzimmer und zwei Badezimmer sowie eine Art Wohnküche, die sehr großzügig ist. Mein Bad hat eine angenehme Größe und auch mein Zimmer ist genau richtig. In der ganzen Wohnung liegt sehr schönes (nicht Echt-)Holzparkett, was sehr praktisch ist da sowohl Lorena, als auch ich lange dunkle Haare haben. Was das für die Reinhaltung von Teppichen bedeutet, kann man sich sicherlich vorstellen. Auch wenn in der Wohnung außer Kisten und Gepäckstücken noch nicht viel steht, habe ich einen guten Eindruck. Lorena scheint sehr nett zu sein und meine Kollegin ebenfalls.
Meine erste Nacht konnte ich auf einer aufblasbaren Matratze verbringen, die eine andere Kollegin netterweise für mich besorgt hat, zusammen mit ein paar weiteren notwendigen Dingen, wie Geschirr und Lampen. Obwohl ich nach deutscher Zeit um halb fünf ins Bett ging, konnte ich leider nicht länger als 7 Stunden schlafen und sitze nun seit fünf Uhr lokaler Zeit hier und wundere mich, dass es draußen immer noch nicht heller zu werden scheint. Trotzdem finde ich, dass es Zeit für ein Frühstück wird und danach vielleicht für einen kleinen Spaziergang…

Donnerstag, 8. Juli 2010

Ankündigung

Dies ist die Ankündigung, dass ich gerade dabei bin, meinen Blog wiederzubeleben. Also eigentlich bin ich dabei - zu planen - meinen Blog wiederzubeleben. ;-)
Anlass ist meine - hoffentlich - baldige Ausreise in die USA, wo ich mich fast ein Jahr lang in Charlotte (North Carolina) niederlassen werde. Leider muss ich immer noch ein - hoffentlich - in diesen Satz einschieben, wei
l ich immer noch kein Visum habe. Der Besuch auf dem Konsulat in Berlin lässt noch mehr als zwei Wochen auf sich warten. Die Zeit bis dahin, wird aber gut ausgefüllt sein. Nicht mit Packen - wo denkst du hin? - Nein, die Abschlussprüfungen stehen an. Endlich! In 2 Wochen, werde ich sowohl eine schriftliche Didaktikprüfung als auch eine mündliche Linguistikprüfung hinter mich gebracht haben und endlich mein Auslandsjahr durchplanen können. Bevor ich mich nun wieder hinter den Schreibtisch klemme, noch schnell zum Zweck meiner Reise: Ich werde endlich all mein angestautes (Fakten-)Wissen zur deutschen Sprache und Kultur und Prozesswissen: "wie-man-das-Ganze-an-mehr-oder-weniger-interessierte-Menschen-weitergibt" anwenden können, da ich an der UNCC (University of North Carolina at Charlotte) Deutsch unterrichten und ein wenig kulturelle Vermittlungsarbeit leisten werde. (Whatever that is???)
Also: "Die neuen Abenteuer der Almut" - Demnächst auf Ihrem Computer! :-P

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die letzten Seiten

Hier kommt einer der letzten Einträge zu meiner Magisterarbeit. Heute werde ich mit meinem letzten Kapitel fertig und muss morgen nur noch die Einleitung und den Schluss schreiben. Zur Zeit bin ich bei unglaublichen 105 Seiten. Unglaublich auch, weil ich gerade die 10 Seiten Facharbeit meines Patenkindes Korrekturlese. Sie ist gerade 10. Klasse und ich erinnere mich daran, wie ich in der 11. auch so eine Arbeit geschrieben habe und was für eine RIESIGE Herausforderung damals diese 10 oder 12 Seiten waren. Da sieht man wieder mal, wie man sich doch entwickelt und ich bin echt erstaunt, mit welchen Begriffen und Konzepten die Zehntklässsler heute schon rumjonglieren. Wenn ich das nächste Mal in der Heimat bin, muss ich mir auch unbedingt mal meine Arbeit zu Gemüte führen und sehen, ob die auch so von Fachtermini gespickt war! ;-)

Mittwoch, 10. Februar 2010

Der absolute Rekord

Es ist unfassbar - heute hat der Elan mir sogar zu 10 Seiten verholfen!
Aber ich muss zugeben, das sich diese 10 Seiten nur auf meinen Test-Setup beziehen, d.h. ich schreibe zur Zeit nur nieder, was ich gemacht habe und stütze mich dabei noch auf Stichpunkte, die einfach nur in einen Fließtext gebracht werden müssen. Dennoch - das ist für mich ein neuer Rekord! ;-)

Beflügelt hat mich auch das Gespräch am Montag beim DAAD, das meines Erachtens ganz gut gelaufen ist und ich guten Mutes bin. - Ich will's aber nicht beschreien, bis in ca. 2 Wochen die Mitteilung kommt, wie es denn nun aussieht.

Ich freue mich schon total auf in 2 Wochen, weil ich dann außerdem endlich meine Arbeit abgeben werde und ich wieder anfangen kann richtig zu leben! :-P

Was ich schon alles für Pläne habe...

Mittwoch, 27. Januar 2010

Lauter Endlichs...

Endlich kann ich wieder auf meinen Blog zugreifen!

Nachdem ich mich tagelang mit google rumgeschlagen habe, habe ich endlich die Information bekommen, die ich gebraucht habe! Jedesmal, wenn ich versucht habe mich einzuloggen, wurde mir eine Fehlermeldung angezeigt oder es ist gar nix passiert und die Seite hat sich aktualisiert. Und erst nach dem ich mich mehrmals durch den "Hilfedjungel" bei google geschlagen habe, fand ich die Antwort auf meine Frage: WAS soll ich tun??? - Versuchen Sie die Cookies zu löschen.

Ey - Daaaa!

Endlich hab ich meine Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen!!!

Abgeschickt hab ich die Bewerbung Ende November und während alle anderen (die sich auch auf so eine Stelle beworben haben) schon seit ein paar Wochen Zusagen bekommen haben, saß ich immer noch zu Hause und bereitete mich auf etwas vor, dass vielleicht gar nicht kommen würde - das Auswahlgespräch. Aber nun geht es doch los und ich darf endlich berechtigter Weise nervös werden. ;-)

Achso - endlich haben wir wieder Steptanzauftritt. Und zwar heute abend beim Tanzfest der Uni Leipzig im Anker! Diesmal mit unserer bisher besten Choreografie, wir tanzen zu Merci!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Feieranlässe

Ich habe es verpasst...

Den Jahrestag meines Blogs. Denn am 21.August 2007 habe ich zum 1. Mal gebloggt. Ein Anlass zum Feiern verpasst, aber der nächste folgt bestimmt. Um genau zu sein sind es schon (fast) 2.

1. Ich habe die Abschlussklausur Spanisch bestanden!

Das heißt, ich darf jetzt meine Abschlussprüfungen machen! - Hm. Ein Grund zum Feiern? Endlich Prüfungen? :-O - Naja, nicht sooo der tolle Anlass, aber was soll's? Da war doch noch was!

2. Einzug in eine neue WG.

Jeah, jeah, jeah! Ich wage es und ziehe in meinen letzten Semestern hier in Leipzig nochmal um. Wieso? Naja, sagen wir mal die Gründe sind weitgefächert. Was zählt ist: Es gibt eine Party! Und zwar am Samstag, den 6. Dezember ab 19:00. Und wo? Na, in der neuen WG. Und nun freut euch mit mir: Ich ziehe zu Thomas und Katrin in die Brandvorwerkstraße 6.

Leider ist dieses Ereignis mit einer nicht so ganz erfreulichen Tatsache verbunden... Meine beste Freundin und ihr Freund sind aus der WG ausgezogen - in die weite Welt. Naja, nicht ganz, aber Halle ist zumindest nicht mehr Sachsen, oder? ;-(

Wie dme auch sei, ein Anlass ist gefunden. Ein Ort auch. Also lasst euch blicken in meinem neuen Heim!

Dienstag, 23. September 2008

"Aaaaah!!! Mir läuft die Zeit davon!" vs. Freuden des Alltags

Kennt ihr das? Ich habe meinen Schreibtisch voll mit Sachen, die zu erledigen sind, den Kopf noch voller mit Aufgaben und eigentlich auf nichts von alledem Lust. Und obwohl ich mich nun überwinde und eine Sache nach der anderen angehe (wenn auch sicherlich nicht in einer logischen Reihenfolge, weil das mit dem innerlichen Sortieren einfach grad nicht klappt), hab ich das Gefühl, dass mir die Zeit davon läuft.











Ich schaue auf den Kalender und denke "Sch..., der September ist ja schon fast vorbei! Was ist aus den gemütlichen Semesteferien mit viiieeel Zeit zum Lesen geworden?" Da liegen noch 1 1/2 Hausarbeiten vor mir und ein neuer Job, neue Schüler, die jede Woche was neues lernen wollen (leider schaffe ich es nicht mehr eine Stundenvorbereitung innerhalb einer halben Stunde abzuschließen - blöde Didaktik!) und dann sind Rechnungen zu sortieren und Spanisch zu lernen (in knapp 3 Monaten hab ich Prüfung!) und und und
Und dann die kleinen Freuden des Alltags: Webseiten mit netten kleinen Spielchen, Paps - der Retter aus finanzieller Not, eine Postkarte mit dem kleinen Maulwurf drauf, im-Kopf-herum-schwirrende Lieder, Blogs mit Hochzeitsbildern und die erste asphaltierte Straße in Wisemansheim!

Montag, 28. Juli 2008

Geschafft - Ferienbeginn erreicht!

Eeeeendlich!

Nachdem ich nun schon seit etwa zwei Wochen nur noch auf dem Zahnfleisch gehe, hab ich es nun doch noch geschaftt: der Ferienanfang ist erreicht! Nicht nur, dass die letzten zwei Wochen einfach super stressig waren, nein, das Schlimmste ist, wenn alle um dich herum Ferien habe und in Urlaubsstimmung sind und man selbst noch ackern muss. Aber seit gestern abend ist es vorbei. Mein letztes Essay für dieses Semester ist geschreiben und die drei Hausarbeiten, die noch auf mich warten... können jetzt auch noch warten. Auch wenn ich noch nicht so richtig loslassen kann, freu ich mich auf drei tolle Wochen - drei Wochen Urlaub - drei Wochen mit Philipp - drei Wochen ohne Stress (hoffentlich)!

Mal abgesehen von dem Zeitdruck, den ich hatte, war es übrigens sehr interessant dieses Essay zu schreiben, denn es ging um den Film "Brick" und der ist wirklich sehenswert! Das kann ich jetzt beurteilen, schließlich hab ich ihn 3x gesehen (in Ausschnitten öfter) und genau auseinander genommen. Dabei hab ich auch festgestellt, dass manche Filme einfach nicht übersetzbar sind. Also wer diese Empfehlung ernst nimmt und ihn sich mal anschaut, der tue es bitte auf Englisch (er hat auch gute englische Untertitel). Die Sprache ist einfach so old-fashioned á la Humphrey Bogart, dass sie auf Deutsch einfach nur gruselig und gestelzt klingt.

Donnerstag, 10. April 2008

Schon wieder ein neuer Anfang...

Das war nun also meine erste Woche Uni.
Und obwohl das in meinen Studiengängen nicht so selbstverständlich ist, habe ich alle Kurse bekommen, die ich in meinen Stundenplan geschrieben habe. Und wer sich schon einmal einen Stundenplan selbst zusammengestellt hat (Gruß an alle Leidensgenossen und Genossinnen), weiß, dass das höchst erstaunlich ist. Nur ein kleiner Fehler ist mir dabei unterlaufen und ich hatte eine Veranstaltung versehentlich zur falschen Zeit eingeschrieben. Was aber nur den (eher positiven) Effekt hat, dass ich dieses Semester keine spanische Grammatik machen muss.
Ich liebe die erste Woche Semester... lauter tolle Seminare, interessante Themen, alte Freunde und KomilitonInnen... es war wirklich schön!
Ich befürchte nur, dass ich mir wiedermal die arbeitsintensicsten Seminare herausgepickt habe... aber das haben interessante Themen und vor allem Dozenten einfach mal so an sich. Also werde ich in den nächsten Monaten in Arbeit ertrinken und mein Elan wird sich auch bald auflösen. Naja, nicht ganz interessant bleibt es ja schon, aber manchmal hat man echt nicht mehr die Lust sich noch 40+ Seiten Text nach der letzten Veranstaltung um 21:00 rein zu ziehen. Und dazu kommen dann noch 3-4 Hausarbeiten in der vorlesungsfreien Zeit... Aber das ist ja noch 'ne Weile hin. Zunächst fang ich schon mal an meinen ersten Vortrag vorzubereiten. Dieser ist nämlich schon in 2 Wochen!
Das einzige, das meinen Start etwas schmälerte war der Fakt, dass ich immer noch mit blauem Kinn und am Montag auch noch mit geschwollenen Backen unterwegs war/bin, weil mir am 1.April meine Weisheitszähne gezogen wurden. Was bedeutet, dass mich die Leute ständig anstarren. Nach einer Weile nützt es dann auch nichts mehr sich einzubilden, dass die mich einfach furchtbar hübsch finden und deshalb die Augen nicht von mir lassen können... Und leider wird man ja auch nicht darauf angesprochen und gefragt, was denn eigentlich los ist (außer von Freunden)... man vermutet lieber... und das treibt echt tolle Blüten... diese Woche war eine Freundin meiner Mitbewohnerin zu Besuch und kurz bevor sie ging kamen wir Zahn-OPs zu sprechen... dabei erzählte sie uns, dass sie vermutet hatte, ich würde sehr viel Geige spielen... daher die blauen Flecke am Kinn... ist das nicht zum Schießen?

Sonntag, 9. September 2007

...vom Anfang bis zum Ende...

Neuanfänge sind oft schön und aufregend und eigentlich immer spannend. Nur leider enthalten sie meist auch das Ende von etwas anderem. Und das ist oft recht raurig. So habe ich mich z.B. diese Woche von meiner Freundin Nicole verabschiedet, nachdem wir nun über zwei Jahre lang zusammen in einer Wohnung gelebt haben. Auch sie wird nun 4 1/2 Monate ins Ausland gehen, aber während ich danach wieder in unsere WG zurück kommen werde, ist sie endgültig ausgezogen. Die Zeit mit ihr war wirklich toll und ich werde sie bestimmt sehr vermissen.

Auch andere Abschiede stehen mir noch bevor, z.B. von Philipp. Aber er hat es mir etwas leichter gemacht zu gehen, oder schwerer? Wenigstens wird er noch da sein, wenn ich wiederkomme. ;-)
Ein Anfang...

 
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