Heute habe ich festgestellt, dass ich nun schon seit 6 Wochen in Charlotte bin. Von Routine kann sicherlich keine Rede sein, auch wenn ich mich an einige Umstände mittlerweile gewöhnt habe. Die letzten 2 Wochenenden dagegen waren bei weitem nicht langweilig. Letzten Samsatg bin ich zusammen mit Lorena zu einem kleinen Get-Together eines neuen Spanischkollegen aus Mexiko gefahren. Er ist erst seit 4 Wochene hier und hat in der Nähe der Innenstadt eine kleines Haus gemietet. Die Einladung war anscheinend ziemlich spontan oder typisch mexikanisch, denn zum einen waren außer und beiden und Lorena's Freundin und deren Mann nur noch drei andere Latinos da. Außerdem stand in dem Haus außer einem Tisch und drei Stühlen noch gar nichts. Der Tisch wurde also voll beladen mit Snacks und Weinflaschen und die Stühle wurden nach 2 Stunden stehender Konversation den drei "Damen" überlassen. Natürlich verlief viel der Gespräche in Spanisch, schließlich war ich die einzige nicht-Latina, was grundsätzlich auch kein Problem war, schließlich hab ich das ja studiert. Trotzdem viel es mir unerwartet schwer die Gespräche verstehen zu können, da die leeren Räume einen unglaublichen Schall verursachten und ich mit den unterschiedlichen lateinamerikanischen Dialekten nicht so richtig zurecht kam. Wobei neben Mexikanisch auch Argentinisch, Costa Ricanisch, Columbianisch und andere Dialekte dabei waren. Gott-sei-Dank wechselte man gegen 22 Uhr dann doch ins Englisch, woraufhin mir aber das Thema zunehmend unangenehm wurde (worauf ich hier nicht näher eingehen möchte). Nach Mitternacht konnte ich dem Spanisch, das nun gesprochen wurde gar nicht mehr folgen, da meine Konzentration enorm vom Weinkonsum beeinflusst wurde. Nicht, dass ich viel getrunken hätte, nur habe ich seit ich hier bin keinen Alkohol mehr zu mir genommen. Außerdem drehte sich die Konversation um irgendwelche alten spanischen Hits der 70er, die dann leider auch noch bei YouTube rausgesucht werden mussten. - Dank der nicht vorhandenen Lautsprecher auch kein Vergnügen. Schluss um - meine Abmachung mit Lorena gegen Mitternacht nach Hause zu fahren wurde nach Latinozeit eingehalten und wir verließen gegen 2:15 endlich die "Party". Natürlich war ich hinterher ziemlich sauer, aber eigentlich frage ich mich noch immer, ob ich nicht vielleicht damit hätte rechnen sollen. Die Moral von der Geschichte ist also, dass man mit Lorena immer etwas mehr Zeit einplanen sollte und dass mein Spanisch dringender Verbesserung benötigt.
Unglücklicherweise konnte ich die somit verkürzte Nach nicht am nächsten Morgen wieder gutmachen, da ich mit Anabel ausgemacht hatte, dass sie mich am Sonntag um 7:30 abholt und ich mit ihr, ihrem Sohn und einem Freund und dessen Sohn nach Chapel Hill fahre. Dort wollte sie in dem Haus ihrer verstorbenen Doktormutter Bücher und Möbel holen, die sie geerbt hat, während ich mir den Main Campus der UNC anschauen wollte. Als wir aber in dem Haus ankamen wurde mir klar, dass ihr Vorhaben nicht so leicht zu erfüllen wäre und beschloss die Campustour auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Das Haus war nämlich seit fast einem Jahr nicht gelüftet worden und die Klimaanlage funktionierte offensichtlich auch nicht, sodass >Jegliches< von einer Schimmelschicht bedeckt war und überall tote Insekten und sogar eine gut getrocknete Maus herum lagen. Also gingen wir, nachdem wir alle Fenster und Türen aufgerissen hatten an die Arbeit und verpackten Geschirr und Bücher und reinigten Möbel. Die alte Dame, die übrigens eine österreichische Jüdin war, die mit ihrer Familie vor den Nazis geflohen war, besaß außerdem mehrere Hundert Teddys, die überall herumpurzelten. Mittlerweile sind diese Teddys alle bei Anabel in der Waschmaschine gelandet und haben ein lustiges Bild ergeben, als sie alle auf der Leine vor ihrem Haus hingen.
Natürlich waren wir nach diesem Tag alle ziemlich geschafft und nach einer kleinen Campusbesichtigung mit meinem Kollegen Paul, aßen wir dann zusammn mit seiner Familie in einem mexikanischen Restaurant. Leider schmeckte mir die Guacamole so gut, dass ich ganz vergaß, dass Avocado meinem Magen gar nicht gefällt, was dazu führte, dass ich die Gastfreundschaft von Paul in Anspruch nehmen musste und eine lange Nacht in seinem Haus verbrachte - zunächst bemuttert von Anabel, die dann aber mit Sack und Pack nach Hause fuhr. Paul hat ein wunderschönes Haus mitten im Wald etwas außerhalb von Chapel Hill. Hier wohnt er mit seiner Frau und drei Kindern, die alle furchtbar nett sind und mich am Montag zu ihren Labor Day Aktivitäten mitnahmen, sodass ich einen Tag am Nachbarschaftspool genießen konnte und mir endlich einige Bücher im Buchladen kaufte. Da Anabel beschlossen hatte den freien Montag zu nutzen, um die Aktionen in dem alten Haus zu beenden, konnte ich am Abend mit ihr wieder nach Hause fahren und war dann auch sehr froh, am Dienstag nicht unterrichten zu müssen, weil mir doch immer noch etwas schummig zumute war.
Mittlerweile habe ich diese Woche auch gut überstanden und genieße heute meinen Sonntag ganz für mich allein, nachdem ich am Freitag Abend bei Anabel Babysitten war und wir am Samstag in der South Park Mall zum Shoppen und dann zum Mittag essen unterwegs waren. Ich genieße es gerade sehr, einfach nur rumzuhängen, Filme zu gucken und zu telefonieren. Leider bleibt für letzteres wegen der Zeitverschiebung immer viel zu wenig Zeit! :-(
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Sonntag, 12. September 2010
Sonntag, 15. August 2010
Becoming Real
11.08.2010
Seit 2 Tagen bin ich nun eine „real person“, wie Anabel sagt, was im Prinzip so viel bedeutet wie: ich habe eine Nummer. Dabei stimmt das noch nicht einmal richtig, da ich noch etwa 2 Wochen auf meine Social Security Number warten muss. Aber wenn ich die einmal habe, dann kann ich mir auch eine North Carolina ID holen und muss mich nicht immer mit meinem Pass ausweisen. An der Uni bin ich also schon echt, der Rest der Welt muss noch auf mich warten!
Das Ausfüllen der vielen Stapel an Unterlagen hat also Wirkung gezeigt. Ich habe jetzt eine offizielle E-Mail-Adresse, konnte mir bereits die Liste meiner Studenten ansehen und mit meiner Unikarte das Mittagessen bezahlen. Wo ich gerade einmal dabei bin – Lunch habe ich gestern mit Anabel und Paul, einem weiteren Kollegen der Deutschabteilung gegessen, sowie mit Robert, dem Head. Das machte dann eine sehr illustre Runde und ein amüsantes Essen.
Am Nachmittag stand dann noch einmal ein wenig Shopping an, denn mir fehlte ja noch ein Bett. Anabel hatte bei Target ein Fouton, also ein Sofabett gesehen, was ich mir ansehen sollte. Nach einer großen Auspackaktion, die mir ein wenig unangenehm war, fanden wir dann auch das richtige. Während ich also alles wieder „typisch deutsch“ in die Verpackungen verstaute, fuhr Anabel das Auto vor und mit Hilfe der Angestellten bugsierten wir das Teil in ihren Van. Danach ging es noch ein letztes Mal zu Walmart, um dort eine Matratze aus Memory Foam zu kaufen, die den Fouton noch bequemer machen soll.
Am Abend baute ich das Gerät dann auf und nun sitzt es in unserem Wohnzimmer, da sich die Matratze noch ausreichend entfalten muss. Heute Abend kann ich dann zum ersten Mal auf meinem endgültigen Bett schlafen und freue mich schon sehr darauf.
Meine letzte Aktion gestern war eine kleine Fahrradtour, um zu sehen, wie ich am besten zum nächsten Supermarkt komme. Nach ein paar Fehlversuchen, die nichtungefährlich waren, da Fahrradfahrer hier nicht für voll genommen werden, fand ich schließlich eine Strecke, die ziemlich einfach ist. In etwa 10 Minuten kann ich von hier zum Einkaufszentrum kommen, wo auch ein Fahrradladen!!! ist, sowie andere kleine Restaurants, Cafés, eine Drogerie und ein paar andere kleine Läden.
Seit 2 Tagen bin ich nun eine „real person“, wie Anabel sagt, was im Prinzip so viel bedeutet wie: ich habe eine Nummer. Dabei stimmt das noch nicht einmal richtig, da ich noch etwa 2 Wochen auf meine Social Security Number warten muss. Aber wenn ich die einmal habe, dann kann ich mir auch eine North Carolina ID holen und muss mich nicht immer mit meinem Pass ausweisen. An der Uni bin ich also schon echt, der Rest der Welt muss noch auf mich warten!
Das Ausfüllen der vielen Stapel an Unterlagen hat also Wirkung gezeigt. Ich habe jetzt eine offizielle E-Mail-Adresse, konnte mir bereits die Liste meiner Studenten ansehen und mit meiner Unikarte das Mittagessen bezahlen. Wo ich gerade einmal dabei bin – Lunch habe ich gestern mit Anabel und Paul, einem weiteren Kollegen der Deutschabteilung gegessen, sowie mit Robert, dem Head. Das machte dann eine sehr illustre Runde und ein amüsantes Essen.
Am Nachmittag stand dann noch einmal ein wenig Shopping an, denn mir fehlte ja noch ein Bett. Anabel hatte bei Target ein Fouton, also ein Sofabett gesehen, was ich mir ansehen sollte. Nach einer großen Auspackaktion, die mir ein wenig unangenehm war, fanden wir dann auch das richtige. Während ich also alles wieder „typisch deutsch“ in die Verpackungen verstaute, fuhr Anabel das Auto vor und mit Hilfe der Angestellten bugsierten wir das Teil in ihren Van. Danach ging es noch ein letztes Mal zu Walmart, um dort eine Matratze aus Memory Foam zu kaufen, die den Fouton noch bequemer machen soll.
Am Abend baute ich das Gerät dann auf und nun sitzt es in unserem Wohnzimmer, da sich die Matratze noch ausreichend entfalten muss. Heute Abend kann ich dann zum ersten Mal auf meinem endgültigen Bett schlafen und freue mich schon sehr darauf.
Meine letzte Aktion gestern war eine kleine Fahrradtour, um zu sehen, wie ich am besten zum nächsten Supermarkt komme. Nach ein paar Fehlversuchen, die nichtungefährlich waren, da Fahrradfahrer hier nicht für voll genommen werden, fand ich schließlich eine Strecke, die ziemlich einfach ist. In etwa 10 Minuten kann ich von hier zum Einkaufszentrum kommen, wo auch ein Fahrradladen!!! ist, sowie andere kleine Restaurants, Cafés, eine Drogerie und ein paar andere kleine Läden.
Freitag, 13. August 2010
Organic Food
10.08.2010
Gestern hatte ich endlich die Freiheit morgens auszuschlafen, da ich mit Anabel verabredet hatte, einen Tag „frei“ zu machen. Ich stand also erst nach 8 auf, machte in aller Ruhe Frühstück und ging dann daran, meine neuen Möbel zu reinigen und zu füllen. Als ich damit fertig war, rief mich Anabel an und meinte, dass meine Identifikationsnummer schon fertig war und wir also unerwarteter Weise ein paar Wege erledigen könnten. Um niemanden zu langweilen möchte ich nur sagen, dass ich etwa 30 Blätter Formulare ausfüllte und den ganzen Tag irgendwelche Fragen zu meiner Person beantwortete. Eigentlich waren es sogar immer wieder die gleichen. Resultat ist, dass ich nun eine brandneue Unikarte habe (Go 49ers!), ich offiziell an der UNCC angestellt bin, meine SocialSecurityNumber beantragt ist, ich ein Bankkonto eröffnet habe und eine Telefonkarte besitze, um billig nach Deutschland anzurufen!
Nachdem alle diese Dinge erledigt waren, was ca. 5 Stunden dauerte, setzte mich Anabel an einem Coffeshop ab, in dem Lorena wartete und wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach einem Router für unseren Internetanschluss und gingen Lebensmittel einkaufen. Letzteres taten wir in einem tollen Supermarkt, der sich auf Biolebensmittel spezialisiert hat und vor allem „whole food“ anbietet – "Trader Joe‘s". Das heisst, ich habe dort Brot gefunden, dass sich nicht auf Würfelgröße zusammenpressen lässt sowie Vollkornreis und frisches Biogemüse und –obst und ein riesiges Angebot an Käse usw. Das alles war wohl ein wenig teurer, als in anderen Supermärkten, aber dennoch erschwinglich. Gerade die Preise für Obst und Gemüse haben mich positiv überrascht. Lorena meint, dass dies natürlich auch mit dem Bundesstaat zu tun hat, d.h. dass es in New York definitiv teurer ist, gerade was frische Lebensmittel angeht und es natürlich auch wichtig ist, dass es in Charlotte eine Gruppe Menschen gibt, die sich für gesunde und nachhaltige Ernährung interessieren. Was ich außerdem lustig fand, ist dass man bei Trader Joe’s seine eigenen Beutel mitbringen kann und dann dafür an einer Gutscheinverlosung teilnimmt. Dies soll die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie der Natur nichts Gutes tun, wenn sie alles in Tausende von Plastetüten verpacken lassen, wie es hier überall üblich ist.
Alles in allem bin ich doch überrascht, wie sich das Land verändert hat, seit ich das letzte Mal hier war, denn auch Recycling scheint in aller Munde zu sein. Sicherlich leben nicht alle Menschen in den USA diesen Trend mit, aber ich denke trotzdem, dass sich ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit entwickelt hat. Und das macht es viel angenehmer hier zu leben, weil man kein riesiges Negativkonto anhäufen muss, um sich zu ernähren. Leider ist den Amis aber noch nicht bewusst geworden, dass man auch bei 28°C Innentemperatur oder mehr überleben kann, im Gegensatz zu 22°C. Meine Mitbewohnerin ist dabei Gott-sei-Dank eine löbliche Ausnahme. Ansonsten friere ich hier regelmäßig und renne daher trotz an die 40°C Außentemperatur meist mit langer Hose herum, schließlich hält man sich sowieso die meiste Zeit in den Gebäuden auf.
Gestern hatte ich endlich die Freiheit morgens auszuschlafen, da ich mit Anabel verabredet hatte, einen Tag „frei“ zu machen. Ich stand also erst nach 8 auf, machte in aller Ruhe Frühstück und ging dann daran, meine neuen Möbel zu reinigen und zu füllen. Als ich damit fertig war, rief mich Anabel an und meinte, dass meine Identifikationsnummer schon fertig war und wir also unerwarteter Weise ein paar Wege erledigen könnten. Um niemanden zu langweilen möchte ich nur sagen, dass ich etwa 30 Blätter Formulare ausfüllte und den ganzen Tag irgendwelche Fragen zu meiner Person beantwortete. Eigentlich waren es sogar immer wieder die gleichen. Resultat ist, dass ich nun eine brandneue Unikarte habe (Go 49ers!), ich offiziell an der UNCC angestellt bin, meine SocialSecurityNumber beantragt ist, ich ein Bankkonto eröffnet habe und eine Telefonkarte besitze, um billig nach Deutschland anzurufen!
Nachdem alle diese Dinge erledigt waren, was ca. 5 Stunden dauerte, setzte mich Anabel an einem Coffeshop ab, in dem Lorena wartete und wir machten uns gemeinsam auf die Suche nach einem Router für unseren Internetanschluss und gingen Lebensmittel einkaufen. Letzteres taten wir in einem tollen Supermarkt, der sich auf Biolebensmittel spezialisiert hat und vor allem „whole food“ anbietet – "Trader Joe‘s". Das heisst, ich habe dort Brot gefunden, dass sich nicht auf Würfelgröße zusammenpressen lässt sowie Vollkornreis und frisches Biogemüse und –obst und ein riesiges Angebot an Käse usw. Das alles war wohl ein wenig teurer, als in anderen Supermärkten, aber dennoch erschwinglich. Gerade die Preise für Obst und Gemüse haben mich positiv überrascht. Lorena meint, dass dies natürlich auch mit dem Bundesstaat zu tun hat, d.h. dass es in New York definitiv teurer ist, gerade was frische Lebensmittel angeht und es natürlich auch wichtig ist, dass es in Charlotte eine Gruppe Menschen gibt, die sich für gesunde und nachhaltige Ernährung interessieren. Was ich außerdem lustig fand, ist dass man bei Trader Joe’s seine eigenen Beutel mitbringen kann und dann dafür an einer Gutscheinverlosung teilnimmt. Dies soll die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie der Natur nichts Gutes tun, wenn sie alles in Tausende von Plastetüten verpacken lassen, wie es hier überall üblich ist.
Alles in allem bin ich doch überrascht, wie sich das Land verändert hat, seit ich das letzte Mal hier war, denn auch Recycling scheint in aller Munde zu sein. Sicherlich leben nicht alle Menschen in den USA diesen Trend mit, aber ich denke trotzdem, dass sich ein Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit entwickelt hat. Und das macht es viel angenehmer hier zu leben, weil man kein riesiges Negativkonto anhäufen muss, um sich zu ernähren. Leider ist den Amis aber noch nicht bewusst geworden, dass man auch bei 28°C Innentemperatur oder mehr überleben kann, im Gegensatz zu 22°C. Meine Mitbewohnerin ist dabei Gott-sei-Dank eine löbliche Ausnahme. Ansonsten friere ich hier regelmäßig und renne daher trotz an die 40°C Außentemperatur meist mit langer Hose herum, schließlich hält man sich sowieso die meiste Zeit in den Gebäuden auf.
Der Möbeltag
08.08.2010
Gestern war ein wahnsinnig anstrengender Tag. Anabel, meine Kollegin und Betreuerin hatte gesagt, dass sie gegen 11 Uhr in unserem Apartment sein würde. Also hatte ich nach dem Aufstehen noch genügend Zeit, um meine Einkäufe vom Vortag zu verstauen und mein Bad einzurichten.
Anabel stellte sich als eine sehr quirlige Frau heraus, die nichts liegen lässt, sodass ich am Ende des Tages ein fast vollständig eingerichtetes Zimmer hatte (Kommode, Regal, Nachttischchen, Lautsprecher), in unserem Wohnzimmer ein Sofa und Tisch stand und die Küche mit einem weiteren Regal und einem Wasserkocher ausgerüstet war. Außerdem schafften wir es, dass ich nach etwa zwei Stunden im Handyladen endlich einen Vertrag und ein Telefon hatte. Kein Wunder, dass ich nach fünf Stunden Erledigungen vollkommen geschafft war und mich Anabel nach Hause fuhr, damit ich mich ausruhen konnte, bevor Freunde von ihr die Wohnzimmermöbel bringen würden. Nachdem auch das geschafft war, fiel ich auch bald wieder ins Bett und schaffte es doch wirklich 9 Stunden zu schlafen.
Leider habe ich jedoch noch keine bezahlbare Möglichkeit nach Deutschland anzurufen, da wir immer noch kein Internet haben und ich daher auch keinen Prepaid-Service für Deutschlandgespräche kaufen konnte. Netterweise ließ mich Anabel aber ihr Handy benutzen, um einen (gefühlt) längst überfälligen Anruf zu machen.
Gestern war ein wahnsinnig anstrengender Tag. Anabel, meine Kollegin und Betreuerin hatte gesagt, dass sie gegen 11 Uhr in unserem Apartment sein würde. Also hatte ich nach dem Aufstehen noch genügend Zeit, um meine Einkäufe vom Vortag zu verstauen und mein Bad einzurichten.
Anabel stellte sich als eine sehr quirlige Frau heraus, die nichts liegen lässt, sodass ich am Ende des Tages ein fast vollständig eingerichtetes Zimmer hatte (Kommode, Regal, Nachttischchen, Lautsprecher), in unserem Wohnzimmer ein Sofa und Tisch stand und die Küche mit einem weiteren Regal und einem Wasserkocher ausgerüstet war. Außerdem schafften wir es, dass ich nach etwa zwei Stunden im Handyladen endlich einen Vertrag und ein Telefon hatte. Kein Wunder, dass ich nach fünf Stunden Erledigungen vollkommen geschafft war und mich Anabel nach Hause fuhr, damit ich mich ausruhen konnte, bevor Freunde von ihr die Wohnzimmermöbel bringen würden. Nachdem auch das geschafft war, fiel ich auch bald wieder ins Bett und schaffte es doch wirklich 9 Stunden zu schlafen.
Leider habe ich jedoch noch keine bezahlbare Möglichkeit nach Deutschland anzurufen, da wir immer noch kein Internet haben und ich daher auch keinen Prepaid-Service für Deutschlandgespräche kaufen konnte. Netterweise ließ mich Anabel aber ihr Handy benutzen, um einen (gefühlt) längst überfälligen Anruf zu machen.
Mittwoch, 11. August 2010
Einrichtungsfragen
07.08.2010
Mein erster vollständiger Tag in Charlotte begann um 5 Uhr morgens Ortszeit. Obwohl ich am Abend hundemüde ins Bett gefallen war, konnte ich nur 7 Stunden schlafen. Daher fing ich zunächst an ein paar Seiten zu lesen und ein paar Zeilen zu schreiben. Doch um sieben holte mich der Hunger dann endgültig aus dem Bett. Außerdem reizten mich die vollen Koffer und Taschen, die ich nach und nach in meinem Closet verteilen wollte. Glücklicherweise ist es in den USA üblich, dass es in die Wände eingebaute Kleiderschränke gibt, weshalb ich auch ohne die Anschaffung eines großen Möbelstückes bereits Stauraum habe. Während Lorena noch schlief, räumte ich mehrere Stunden lang alles Mögliche in diverse Schränke, putzte wie verrückt und überlegte mir, wie ich mein Zimmer und mein Bad einrichten würde.
Gegen Mittag kam dann meine Kollegin Sylvia vorbei, die mir Blumen, Blaubeeren und Pfirsiche vom Farmer’s Market mitbrachte. Sie verriet mir, dass Blaubeeren sehr typisch für die Region sind, was ist sehr sympathisch finde!!! ;-) Ich habe mich also sehr gefreut. Dann erzählte mir Sylvia ein wenig über die Deutschkurse und brachte mir meinen Syllabus vorbei, den sie netterweise bereits für mich vorbereitet hatte. Zum Lunch ging es dann in ein nettes kleines indisches Restaurant, wo das Buffet keine Wünsche offen ließ, mich aber mein Magen ob seiner geringen Größe doch sehr enttäuschte!
Nach Hause zurückgekehrt, beschlossen Lorena und ich einen Ausflug in diverse Möbelhäuser zu machen, welcher uns letztendlich Ikea führte. Darüber war ich dann nicht wirklich traurig, da die Möbel und Gegenstände in den amerikanischen Läden doch nicht so ganz meinem Geschmack entsprachen. Dennoch blieb ich dabei, mir keine größeren Dinge anzuschaffen, da ich darauf hoffe, über das Internet ein paar gebrauchte Möbel zu finden. Es wäre wirklich zu schade, wenn ich mir etwas Neues anschaffe und es dann in einem Jahr wegwerfen müsste. Also blieb es bei diversen Boxen, Döschen, Uhren, ein paar Küchenutensilien, einem Mülleimer, einer Menge Haken und ein paar Dekorationen.
Dass mein Zeitgefühl vollkommen außer Kraft gesetzt ist, bewies sich dann beim Verlassen des Marktes, denn zu meinem großen Erstaunen war es stockduster draußen und bereits nach neun Uhr. Klar, dass ich zu Hause angekommen, es nicht mehr schaffte alles einzurichten. Trotzdem war es bereits 23 Uhr, als ich wie tot ins Bett fiel und sofort einschlief.
Mein erster vollständiger Tag in Charlotte begann um 5 Uhr morgens Ortszeit. Obwohl ich am Abend hundemüde ins Bett gefallen war, konnte ich nur 7 Stunden schlafen. Daher fing ich zunächst an ein paar Seiten zu lesen und ein paar Zeilen zu schreiben. Doch um sieben holte mich der Hunger dann endgültig aus dem Bett. Außerdem reizten mich die vollen Koffer und Taschen, die ich nach und nach in meinem Closet verteilen wollte. Glücklicherweise ist es in den USA üblich, dass es in die Wände eingebaute Kleiderschränke gibt, weshalb ich auch ohne die Anschaffung eines großen Möbelstückes bereits Stauraum habe. Während Lorena noch schlief, räumte ich mehrere Stunden lang alles Mögliche in diverse Schränke, putzte wie verrückt und überlegte mir, wie ich mein Zimmer und mein Bad einrichten würde.
Gegen Mittag kam dann meine Kollegin Sylvia vorbei, die mir Blumen, Blaubeeren und Pfirsiche vom Farmer’s Market mitbrachte. Sie verriet mir, dass Blaubeeren sehr typisch für die Region sind, was ist sehr sympathisch finde!!! ;-) Ich habe mich also sehr gefreut. Dann erzählte mir Sylvia ein wenig über die Deutschkurse und brachte mir meinen Syllabus vorbei, den sie netterweise bereits für mich vorbereitet hatte. Zum Lunch ging es dann in ein nettes kleines indisches Restaurant, wo das Buffet keine Wünsche offen ließ, mich aber mein Magen ob seiner geringen Größe doch sehr enttäuschte!
Nach Hause zurückgekehrt, beschlossen Lorena und ich einen Ausflug in diverse Möbelhäuser zu machen, welcher uns letztendlich Ikea führte. Darüber war ich dann nicht wirklich traurig, da die Möbel und Gegenstände in den amerikanischen Läden doch nicht so ganz meinem Geschmack entsprachen. Dennoch blieb ich dabei, mir keine größeren Dinge anzuschaffen, da ich darauf hoffe, über das Internet ein paar gebrauchte Möbel zu finden. Es wäre wirklich zu schade, wenn ich mir etwas Neues anschaffe und es dann in einem Jahr wegwerfen müsste. Also blieb es bei diversen Boxen, Döschen, Uhren, ein paar Küchenutensilien, einem Mülleimer, einer Menge Haken und ein paar Dekorationen.
Dass mein Zeitgefühl vollkommen außer Kraft gesetzt ist, bewies sich dann beim Verlassen des Marktes, denn zu meinem großen Erstaunen war es stockduster draußen und bereits nach neun Uhr. Klar, dass ich zu Hause angekommen, es nicht mehr schaffte alles einzurichten. Trotzdem war es bereits 23 Uhr, als ich wie tot ins Bett fiel und sofort einschlief.
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