15.08.2010
Am Sonntag habe ich beschlossen mir Zeait fuer mich zu nehmen und mir nichts vorzunehmen, dass auch nur im Entferntesten mit der Uni zu tun hat. Also wurde erst ganz lange telefoniert, dann die Wohnung sauber gemacht und dann ein wenig relaxed. Da Lorena aber am Morgen in den Urlaub gefahran war, war ich ganz alleine in der Wohnung und beschloss daher eine kleine Entdeckungstour mit dem Fahrrad zu machen. Ein Ziel hatte ich mir auch ausgesucht: den Reedy Creek Park. Auf meiner Karte schien das Ziel nicht allzu weit und ich nahm mir ein Buch mit, um mich irgendwo hinzusetzten und zu lesen. Bis in die richtige Gegend zu kommen war gar nicht so schwer, auch wenn man auf den Strassen extrem vorsichtig sein muss, weil die Autofahrer es kaum gewohnt sind, auf Radfahrer zu treffen. Ich war frohen Mutes, den Eingang zum Park zu finden, als ich mich ziemlich bald im benachbarten Wohngebiet wiederfand. Jedoch hatte ich auch nach durchqueren des Wohngebiets noch keinen Eingang gefunden und dachte mir, dass ich dann wenigstens noch durch zweimal rechts abbiegen die Runde beenden koennte. Soweit so gut, ich war wieder auf der Querstrasse angelangt, von der ich Links abbiegen musste, um nach Hause zu kommen. Ja, sicher zog es sich nun etwas und nach einer viertel Stunde kamen mir dann doch Zweifel, ob in meiner Logik nicht doch irgendwo ein Fehler gewesen sei. Aber erst, als ich an einer Autobahnabfahrt vorbei kam war ich mir ganz sicher, dass ich hier wohl falsch war. Ein Blick auf die Karte reichte, um zu erkennen, dass ich ungefaehr 3 Meilen zu weit gefahren war und meine Ausfahrt irgendwie verpasst haben musste. Also zurueck das Ganze. Jetzt wurde mir auch klar, warum es mich nur 20 Minuten gekostet hatte, bis hierher zu kommen – rueckwaerts ging es naemlich leicht aber stetig bergauf. Auf diese Weise brauchte ich eine ganze Weile laenger, um bis zu meiner Abfahrt zu gelangen. Zu allem Uebel fing es nun auch noch an, wie aus Giesskannen zu regnen, sodass ich kaum meine Augen aufhalten konnte, an denen das Wasser herunter rann. Die Autos zischten waehrenddessen ungehalten an mir vorrueber und machten mich zusaetzlich von unten dreckig.
Nun ja, ich kam heil und sogar warm zu Hause an, denn der Regen war eher eine warme Dusche als eine Erfrischung. Von weiteren Exkursionen dieser Art werde ich aber in Zukunft absehen muessen. Nicht nur, weil ich es hoch und heilig versprochen habe, denn diese Erfahrung hat mir bewiesen, dass Fahrradfahren in den USA absurderweise ohne Auto nicht moeglich ist. Also werde ich wohl doch den Schritt machen muessen und mir ein solches kaufen...
Am Abend bin ich dann nur noch eine kleine Runde ueber den Campus spaziert. Wenigstens da sollte mir jawohl nichts passieren.
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Dienstag, 17. August 2010
Ein anstrengender Sonntag
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Sonntag, 13. Januar 2008
Der Countdown läuft
So, nun ist die erste meiner drei letzten Wochen in Santander auch schon wieder vorbei. Und auch wenn ich nicht tatenlos hier rumsitze, kann ich mich doch nicht vergleichen mit meinen Mitbewohnerinnen, die Tag und Nacht mit Lernen verbringen. Das Motto: "Die Prüfungszeit ist nah." Auch für mich ist es am Freitag so weit. Meine Prüfungsstunde liegt an. Aber die vorzubereiten ist jetzt noch etwas früh, denn meine Mentorin bereitet ihre Stunden nicht so gewissenhaft vor, dass sie mir jetzt schon sagen könnte, was sie am Montag alles schaffen wird. Auf diese Weise muss oder besser kann ich mir wenigstens noch nicht den Kopf darüber zerbrechen und kann den Sonntag in vollen Zügen genießen. Eine Chance, euch mal wieder etwas über mein spanisches Leben zu berichten...
Gestern war ich beim Gottesdienst der deutschen evangelischen Gemeinde Nordspaniens und es war wieder sehr schön. Einmal im Monat treffen sich hauptsächlich ältere deutsche Damen aus Santander. Dazu kommt noch eine junge deutsche Familie und in den letzten Monaten auch ich. Nach dem Gottesdienst setzt man sich noch zusammen und dann kommt es einem vor, als müssten die Damen es ausnutzen, endlich mal wieder Deutsch sprechen zu können. - Wie in einem Hühnerstall und sehr amüsant. An meinem letzten Wochenende hier werde ich mit ihnen zu einer Frauenfreizeit fahren. Dabei soll der Frauenweltgebetstag vorbereitet werden und ich soll die "musikalische Leitung" übernehmen. Das wird bestimmt sehr lustig! ;-)
Mit der jungen deutschen Familie habe ich mich angefreundet. Sie haben einen kleinen Jungen, Marco, den ich ab und zu babysitte. Er spricht fließend Deutsch und Spanisch und mag mich sehr (ich ihn übrigens auch ;-). Und irgendwie erinnert er mich an Patrick, meinen kleinen Rabauken in Marshfield... Die Familie wohnt hier schon seit mehreren Jahren und gibt mir nochmal einen anderen Blick auf das spanische Leben. Außerdem haben sie mir ein paat Plätze in der Umgebung gezeigt, die ich sonst vielleicht nicht entdeckt hätte. Ich finde das toll, dass man überall so liebe Menschen finden kann...
Hier bei einem Ausflug ans Meer... Marco muss natürlich als erstes oben sein!
Gestern war ich beim Gottesdienst der deutschen evangelischen Gemeinde Nordspaniens und es war wieder sehr schön. Einmal im Monat treffen sich hauptsächlich ältere deutsche Damen aus Santander. Dazu kommt noch eine junge deutsche Familie und in den letzten Monaten auch ich. Nach dem Gottesdienst setzt man sich noch zusammen und dann kommt es einem vor, als müssten die Damen es ausnutzen, endlich mal wieder Deutsch sprechen zu können. - Wie in einem Hühnerstall und sehr amüsant. An meinem letzten Wochenende hier werde ich mit ihnen zu einer Frauenfreizeit fahren. Dabei soll der Frauenweltgebetstag vorbereitet werden und ich soll die "musikalische Leitung" übernehmen. Das wird bestimmt sehr lustig! ;-)
Mit der jungen deutschen Familie habe ich mich angefreundet. Sie haben einen kleinen Jungen, Marco, den ich ab und zu babysitte. Er spricht fließend Deutsch und Spanisch und mag mich sehr (ich ihn übrigens auch ;-). Und irgendwie erinnert er mich an Patrick, meinen kleinen Rabauken in Marshfield... Die Familie wohnt hier schon seit mehreren Jahren und gibt mir nochmal einen anderen Blick auf das spanische Leben. Außerdem haben sie mir ein paat Plätze in der Umgebung gezeigt, die ich sonst vielleicht nicht entdeckt hätte. Ich finde das toll, dass man überall so liebe Menschen finden kann...
Hier bei einem Ausflug ans Meer... Marco muss natürlich als erstes oben sein!
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